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16.01.1976 - 

Die Installationszahlen könnten höher sein

Quo vadis COM?

Rund 140 in der Bundesrepublik installierte COM-Recorder, 836 Millionen COM-Druckseiten, die 1975 im Service für über 2000 Anwender erstellt wurden. Das klingt nach einer stolzen Bilanz, wie man sie gerne am Jahresende zieht.

Auch im Vergleich mit 2500 weltweit installierten COM-Recordern läßt sich diese Zahl sehen.

Jedoch gegenüber den über 12 000 in der Bundesrepublik installierten Universal-Rechnern sind diese Zahlen doch nicht mehr als ein hoffnungsvoller Anfang.

Die COM-Vorteile, schnellere Ausgabe und wesentliche Kostenreduzierung, sind klar ersichtlich und nachweisbar. Also müßte sich doch die COM-Anwendung sehr viel schneller ausbreiten und die Installations-Zahlen sollten doch eigentlich viel höher sein.

Warum ist die auch von Experten und Marktforschern vorausgesagte schnelle positive Entwicklung noch nicht eingetreten?

In den EDV-Abteilungen und Rechenzentren endet die Datenverarbeitung bisher meist mit der Datenausgabe. Waren die Papierberge bedruckt und verteilt, so war die EDV-Arbeit geleistet, denn was mit dem Papier und den darauf enthaltenen Informationen anzufangen sei, das sollte und mußte der Empfänger selbst wissen.

"Man nehme ein Lesegerät"

Anders jedoch bei Mikrofilm, der von COM-Recordern produziert wird. Schnell und einfach im Rechenzentrum erstellt, bringt er Schwierigkeiten beim Empfänger, der zunächst nichts damit anzufangen weiß. Und so trafen zwei Probleme aufeinander.

Hier Hersteller und Anbieter, die es sich zu einfach machten, indem sie sagten, "man nehme ein Lesegerät, und alles ist wie bisher, nur viel besser". Dort EDV-Organisatoren, die mit Mikrofilm und konventioneller Organisation nichts zu tun haben wollten oder konnten, weil ihre Kompetenz an der Tür des Rechenzentrums endete.

Diese Situation beginnt sich nun in mancherlei Hinsicht zu ändern. Die Anbieter haben die Bedeutung der Software nicht nur für den COM-Recorder, sondern für das Gesamt-System erkannt. Die EDV wird "arbeitsplatzorientiert", Terminals zwingen zur Gesamtorganisation, die getrennte Kompetenz zwischen EDV-Organisation und Allgemein-Organisation beginnt zu fallen - der Zwang zur Wirtschaftlichkeit und Effektivität ist stark.

Die Voraussetzungen sind also günstig, aber die Veränderung geht langsam, oft im Interesse der Wirtschaftlichkeit zu langsam, denn zuviel alt eingefahrene Vorstellungen und Vorbehalte sind zu überwinden.

Die COM-Anwendung wird sich durchsetzen und - wie bereits die heutigen Anwendungen zeigen - fester Bestandteil der EDV- und Allgemein-Organisation sein.

Grenzlinien werden überschritten

Wenn das so ist - und daran ist kaum zu zweifeln -, dann ist zu fragen, warum man sich nicht heute schon mit etwas beschäftigt, mit dem man sich morgen bestimmt beschäftigen muß?

Warum Einsparungen und Vorteile, die man heute schon erzielen kann, erst morgen anstrebend?

Ist es so schwierige Kompetenzen zu erweitern Grenzlinien zu überschreiten?

Hat die Organisation des Informationsflusses und die Arbeitsplatzgestaltung so wenig Reiz, daß sie neben der Beherrschung von Bytes und Nannosekunden als zweitrangig angesehen wird?

Sind die Daten soviel wichtiger als die Gesamtinformation, aus der sie stammen?

Womit wir zunächst beim Mikrofilm wären, der ja nicht nur vom COM-Recorder generiert wird, und zugleich auch bei einem zweiten Aspekt der heutigen COM-Situation:

Ob man vom Ideal des Management-Informations-Systems oder des Mitarbeiter-Informations-Systems spricht, immer denkt man an ein voll integriertes System, das neben den Daten der EDV auch die Originalinformationen umfaßt.

Ohne den Mikrofilm geht es nicht

Die Vielförmigkeit des Materials und die Vielschichtigkeit der Probleme machen es so schwer, dem Ideal nahezukommen.

Der Mikrofilm könnte ein gutes Stück weiterfahren. Konventionell erstellte Mikrofilme der Originalunterlagen ergänzt mit COM-Mikrofilmen der Kerndaten und einem DV-Location-Code der

Orginalunterlagen, könnten das integrierte, arbeitsplatzorientierte System darstellen, das auf anderen Wegen nur sehr viel schwerer und mit viel größerem Aufwand zu erreichen ist.

So oder so, die EDV wird um den Mikrofilm nicht herumkommen. Warum also warten, bis der Zwang gegeben ist - bis sich Vorteile und Lösungen nicht mehr vermeiden lassen?

Ein kleiner Schritt nach vorne nur ist notwendig: Sich mit Mikrofilm und COM beschäftigen, die Vorteile erkennen und sie nutzen.