Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

02.08.2002 - 

Gut eine Milliarde Dollar falsch verbucht

Qwest muss noch einmal nachrechnen

02.08.2002
MÜNCHEN (CW) - Der US-Carrier Qwest Communications International wird seine Geschäftsergebnisse für die beiden Fiskaljahre 2000 und 2001 voraussichtlich um gut eine Milliarde Dollar nach unten revidieren. Zugleich hat der Telekommunikationsanbieter seine bisherige Prognose für das laufende Jahr zurückgezogen.

Qwest hat zugegeben, sich im Zeitraum zwischen 1999 und 2001 unsauberer Bilanzierungsmethoden bedient zu haben. Die interne Untersuchung der bisherigen Buchhaltung sei zwar noch nicht abgeschlossen, habe aber bereits Unregelmäßigkeiten bei Umsatzbuchungen ergeben. Demnach sollen in den betreffenden Jahren insgesamt 1,16 Milliarden Dollar zu unrecht als Einnahmen aus dem Verkauf von Kapazitäten des Qwest-Glasfasernetzes sowie dessen Kommunikationsequipment bilanziert worden sein. Das entspricht etwa 18 Prozent des Umsatzes im Bereich der Glasfasernetze.

"Keine Hinweise auf Betrug"

Untersucht wird derzeit unter anderem, ob Qwest seine Umsätze in den Jahren 2000 und 2001 durch den Tausch von Kapazitäten mit anderen Carriern künstlich aufgebläht hat (siehe CW 28/02, Seite 5). Gemeinsam mit KPMG, das die Buchprüfung des Unternehmens von den durch den Enron-Skandal belasteten Wirtschaftsprüfern Arthur Andersen übernommen hatte, will Qwest nun neue Bilanzen vorweisen.

Hinweise, dass es sich bei den unzulässigen Buchungen um Betrug handeln könnte, gebe es derzeit keine, erklärte Qwests neuer Finanzchef Oren Shaffer in einem Interview mit dem "Wall Street Journal". Ferner betonte Shaffer, besagte Bilanzschwachstellen hätten sich aus der aktuellen firmeninternen Untersuchung ergeben und seien nicht etwa im Zuge der Prüfung durch die US-Börsenaufsicht SEC oder des ebenfalls gegen den Carrier anhängigen Ermittlungsverfahrens von Seiten des amerikanischen Justizministeriums zu Tage getreten. Die korrigierten Prognosen für das laufende Gesamtjahr will Qwest zusammen mit den Geschäftsergebnissen für das zweite Quartal 2002 am 8. August präsentieren. (kf)