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23.03.2001 - 

Produktivität und Kundenzufriedenheit werden verbessert

R/3-Einführung ohne Änderungen erfolgreicher

MÜNCHEN (mo) - Eine enge Orientierung am R/3-Standard garantiert einer neuen Studie zufolge den Erfolg des Softwareeinsatzes. Vor allem die durch die Programme unterstützten Geschäftprozesse und das Controlling lassen sich mit der betriebswirtschaftlichen Anwendung verbessern.

Minimale Änderungen an der Software und nur wenige Schnittstellen zu Fremdsystemen - das zeichnet R/3-Installationen aus, mit denen Unternehmen einen überproportionalen Nutzen erzielt haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die Cap Gemini Ernst & Young in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Konstanz erstellt hat. Wie wichtig diese Aspekte sind, zeigt sich auch in der Rückschau der Projektverantwortlichen. Die meisten SAP-Projektleiter würden bei einer erneuten Einführung der Software weniger Modifikationen vornehmen und weniger Schnittstellen realisieren, berichtet Peter Lempp, als Geschäftsbereichsleiter der Enterprise Application Service Line bei Cap Gemini Ernst & Young Zentraleuropa für die Studie verantwortlich. Da die meisten Anwender ihre Systeme im funktionalen Sinn nicht vollkommen ausreizen würden, seien Detailverbesserungen oft gar nicht nötig.

Besonders hohen Nutzen gegenüber dem Vorgängersystem erzielen Firmen in den Bereichen Unternehmenssteuerung und Controlling, bei den Geschäftsprozessen sowie in der Kunden- und Marktorientierung. Im Verhältnis am niedrigsten ist der Vorteil auf der Benutzerebene. Je nachdem, ob zuvor bereits eine andere Standardsoftware oder eine Individualentwicklung eingesetzt worden ist, zeigt sich aber ein unterschiedliches Bild. Während die Vorteile auf Benutzerebene bei der Ablösung einer Individuallösung noch geringer ausfielen als beim Austausch von Standardsoftware, war das in den beiden anderen Bereichen, der Optimierung der Geschäftsprozesse sowie der Kunden- und Marktorientierung, gerade umgekehrt.

Individualsoftware wird also stärker aus der Benutzersicht entwickelt, während bei Standardsoftware die Prozesssicht im Vordergrund steht. Selbst mit modernen Werkzeugen für das Software-Engineering können Firmen nicht so viel Prozess-Know-how in die Programmierung einbringen, wie dies zum Beispiel SAP tut, erklärt Reiner Martin, Projektleiter der Studie und verantwortlich für den Fachbereich Informatik an der Fachhochschule Konstanz.

Dass R/3 auf Benutzerebene am wenigsten bringt, hat SAP auch schon erkannt. Mit Enjoy SAP hat der Anbieter bereits vor zwei Jahren eine breit angelegte Initiative gestartet, um die Oberflächengestaltung zu verbessern und R/3 anwenderfreundlicher zu gestalten. Darüber hinaus empfiehlt Lempp, die Mitarbeiter frühzeitig in die Einführung einzubeziehen und ihnen prozessorientiertes Denken nahezubringen.

Für die Studie wurden 176 Unternehmen aus praktisch allen Branchen berücksichtigt. Dabei waren Firmen jeder Größenordnung vertreten.

Abb: Nutzen steigt

Je länger R/3 bereits eingesetzt wird, desto mehr haben die Unternehmen von der Standardsoftware. Quelle: Fachhochschule Konstanz, Cap Gemini Ernst & Young