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R/3 eröffnet neuen geschäftszweig

29.11.1996

Mit der Handelslösung "R/3-Retail" erschließt sich SAP einen Markt, der bislang von Individuallösungen und Nischenprodukten geprägt ist. Laut Peter Wesche, bei SAP für den Retail-Bereich zuständig, haben die Handelskomponenten für die Walldorfer eine vergleichbar große Bedeutung wie die vor zehn Jahren eingeführten PPS-Module, mit denen sich der Hersteller die Tür zur Industrie öffnete.

Über die Komplettlösung für eine "Value Chain", also die Abdeckung der vollständigen Handelslogistik, hoffen die Walldorfer, den Fuß in eine Branche setzen zu können, in der man bislang allenfalls mit einigen Finanzmodulen vertreten ist. Das Know-how dafür holte sich SAP über die mehrheitliche Beteiligung an der auf den Handel spezialisierten Dacos GmbH, St. Ingbert, ins Haus.

Derzeit testet SAP die Vorabversion Retail 1.2 bei mehreren Pilotkunden wie der Optikerkette Fielmann und dem Kaffeeröster Meinl. Mit ersten produktiven Installationen wird etwa Anfang 1997 gerechnet. Ab der zweiten Jahreshälfte 1997 soll das Produkt als integraler Bestandteil von R/3 4.0 vermarktet werden. Als typischen Kunden sieht Wesche Handelsunternehmen mit einem Filialnetz, möglicherweise greifen aber auch R/3-Anwender unter den Herstellern auf Retail-Lizenzen zurück, wenn es beispielsweise um spezielle Logistikkomponenten für den Einkauf und Vertrieb oder um direkte Endkundengeschäfte geht.

Zu den Kernprozessen des Handels, die von dem neuen Retail-Modul abgedeckt werden, zählen unter anderem die Sortimentenplanung, die auf R/3 MM basierende Materialwirtschaft sowie das auf SD gestützte Modul für Verkauf, Versand und Fakturierung. Als eine der Herausforderungen bei der Produkteinführung bezeichnet Wesche die Anbindung der im Handel gewachsenen Filialsysteme. Interessenten müßten sich bald entscheiden, ob die darin abgebildeten Prozesse übernommen oder im Rahmen der mit R/3 4.0 angebotenen Business-Object- und BAPI-Technik neu definiert werden.