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Für 2002 die Umsatzmilliarde im Visier


14.08.1998 - 

R/3-Outsourcing und Expansion soll Wachstum der Plaut AG sichern

Raus aus der Marktnische, hin zum Full-Service-Anbieter - so lautete nach dem Tod des Firmengründers Hans-Georg Plaut 1992 die Devise der in Salzburg ansässigen Plaut AG. In den folgenden Jahren schafften die Consultants den Sprung vom reinen Kostenrechnungs- und Softwarespezialisten zum ganzheitlichen und international operierenden Management-Beratungshaus. Heute umfaßt das Dienstleistungs-Portfolio Strategieberatung, Personal-Management, Geschäftsprozeßgestaltung, R/3-Applikationsberatung, Controlling und IT-Services/Outsourcing. Vorläufiger Höhepunkt der Firmenchronologie: Seit 1997 ist die Plaut AG "Global Partner" der SAP mit Schwerpunkt Mittelstandsberatung, wenngleich das Unternehmen schon seit 1985 Entwicklungspartner der Walldorfer für integrierte Lösungen ist.

Diese, wenn man so will, strategische Neuausrichtung scheint sich für die Consultants jetzt bezahlt zu machen, zumindest zeigte die Umsatzkurve im zurückliegenden Geschäftsjahr 1997 steil nach oben. Wie Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender Erich Lebeiner auf der Bilanzpressekonferenz in München bekanntgab, beliefen sich 1997 die Einnahmen der gesamten Gruppe auf 214 Millionen Mark - ein Plus von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern stieg den Angaben zufolge um 55 Prozent von neun auf 14 Millionen Mark. Hauptumsatzträger weltweit war dabei mit rund 40 Prozent besagte SAP-Mittelstandsberatung; die Unternehmensbereiche Controlling und Geschäftsprozeßgestaltung steuerten jeweils 20 Prozent zu den Einnahmen bei.

Nach den Worten Lebeiners ist die Unternehmensgruppe Plaut Deutschland, in der die Plaut Consulting GmbH, die Plaut Software GmbH und R/3 Systemhaus, die Plaut Management Training GmbH sowie die Plaut Search GmbH zusammengefaßt sind, nach wie vor "Motor" des Konzerns. Allerdings ging deren Abteil am Gesamtumsatz aufgrund des zunehmenden Geschäftserfolges anderer Tochtergesellschaften in den letzten Jahren kontinuierlich zurück. Unabhängig davon konnte Plaut Deutschland seine Einnahmen gegenüber 1996 um 49 Prozent auf 112 Millionen Mark steigern.

Vergleichbare Zuwachsraten will die in Ismaning bei München ansässige deutsche Dependance auch in Zukunft erzielen. So bietet Plaut Deutschland seit Anfang 1998 IT-Outsourcing an, und zwar unter der Regie der 100prozentigen Tochter Syntacom GmbH. Bereits jetzt werden, wie es vor der Presse hieß, 80 ausgelagerte mittelständische R/3-Installationen betreut. Weiteres Wachstum für die gesamte Gruppe verspricht man sich vor allem von der Erschließung zusätzlicher Auslandsmärkte. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 1100 Mitarbeiter und ist mit 14 Tochtergesellschaften in zwölf Ländern - schwerpunktmäßig in Europa und den USA - vertreten.

Im laufenden Geschäftsjahr 1998 ist Lebeiner zufolge ein Umsatz von 310 Millionen Mark anvisiert, als Gewinn vor Steuern peilt man rund 29 Millionen Mark an. Doch die mittelfristigen Ziele der Consultants sind noch ehrgeiziger: Im Geschäftsjahr 2002 soll die Umsatzmilliarde überschritten werden. Um das entsprechende Wachstum finanzieren zu können, sei, so Lebeiner, für das erste Halbjahr 1999 der Börsengang der als Holding fungierenden Salzburger Plaut AG am Neuen Markt vorgesehen.