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Neues Mikro-System soll Software-Entwicklung billiger machen:


08.06.1984 - 

Rair will Individuallösungen forcieren

MÜNCHEN (CW) - Den Weg zurück zur Individual-Software sucht die Rair Computer GmbH, Köln, mit ihrer jetzt neu vorgestellten Mikro-Systemfamilie. Mit diesem "System zum Spottpreis" (O-Ton Rair) sieht Geschäftsführer Günter H. Krauss die Kosten für maßgeschneiderte Applikationen erheblich sinken: "Damit werden die billiger als die gängigen Standard-Branchenlösungen." Tönt Krauss: Das System trägt zur Sicherung des individuellen Wettbewerbsvorsprungs für das einzelne Unternehmen durch individuelle Software bei."

Der "SuperMicro", der für den Multiuserbetrieb konzipiert ist, unterstützt nach Angaben des Herstellers bis zu 16 Multi-Protokoll-Ein-/Ausgänge und läuft derzeit unter Digital Research's Betriebssystem Concurrent DOS. Ab Herbst diesen Jahres soll auch das Unix-System verfügbar sein. Das Architekturkonzept des Rechners verbindet den Intel-Prozessor iAPX 286 (für die Verarbeitung von kommerziellen Anwendungen) mit dem iAPX 287, der als arithmetischer Coprozessor arbeitet. Weiter verfügt das System über einen internen Parallelbus, mit dem alle Peripherie-Einheiten angesteuert werden. Die Standardausstattung im Bereich Direktzugriffs-Massenspeicher besteht aus einem oder zwei Winchester-Platten-Laufwerken mit einer Kapazität von je 50 MB sowie einem Streamertape, Übertragungsrate 90 KB pro Sekunde mit einer Kapazität von 45 MB. Bis zu 16 serielle Standardschnittstellen RS232C und ein IEEE-488-Parallelbus erlauben den Anschluß von Terminals, Peripheriegeräten und Kommunikationseinrichtungen.

Eine Ausrüstung mit einem Ethernet-lnterface für lokale Netzwerkanwendungen (LAN) sei ebenfalls möglich. Als Programmiersprachen bietet der Hersteller "C", Pascal, Basic, Cobol und Fortran an. Durch die von Rair proklamierte Kompatibilität aller Systeme kann die vorhandene Mikrocomputer-Software wie Wordstar, dBase Gedata, Multiplan und Supercalc eingesetzt werden.

Der Preis für die Grundausstattung der Zentraleinheit, bestehend aus der 2-Prozessor-CPU mit 512 KB Hauptspeicher, 50 MB Winchester, 1 MB Diskette, 45 MB Bandeinheit, acht V.24-lnterfaces und wahlweise MP/M-86 oder C-DOS wird von dem englischen Rechnerproduzenten mit 45 000 Mark angegeben. Ein Bildschirmterminal mit getrennter Tastatur, 15 Funktionstasten und numerischen Block kostet 2590 Mark.

Informationen: Rair Computer GmbH, Clemensstraße 5 - 7, 5000 Köln 1, Telefon:

02 21/21 98 11.