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29.09.2000 - 

Einigung mit NEC - Klagen gegen Micron und Hyundai

Rambus verteilt Zuckerbrot und Peitsche in der Branche

MÜNCHEN (CW) - NEC hat ein Lizenzabkommen mit Rambus unterzeichnet. Damit besiegeln beide Firmen das Ende eines fast einjährigen Streites, in dem es vor allem um Lizenzgebühren ging. Andere Hersteller wie Hyundai und Micron sehen sich dagegen mit neuen Klagen konfrontiert.

Das Abkommen zwischen NEC und Rambus sieht breit gefächerte Lizenzvereinbarungen vor, die neben Gebühren für Rambus-Speicher auch Abgaben für Speichertypen wie Synchronous Dynamic Random Access Memory (SDRAM) und Double Data Rate (DDR) festlegen. Außerdem beinhaltet der Vertrag eine strategische Allianz, gemeinsam die zukünftigen Rambus-Generationen zu entwickeln. Diese sollen mit einem Takt von bis zu 1066 Gigahertz arbeiten. Augenblicklich funktioniert der Zugriff auf den Speicher mit einer Taktfrequenz von 800 Megahertz.

Die Lizenzgebühren, die Rambus für herkömmliche SDRAM- und DDR-Module verlangt, liegen höher als die Abgaben für Rambus-Bausteine. Nach Meinung von Branchenkennern will Rambus damit seiner neuen Speichertechnik einen Vorteil verschaffen. Aston Bridgman, NEC-Sprecher in Tokio, versucht die Bedeutung der höheren Gebühren für DDR-Speicher herunterzuspielen. Demnach produziere sein Unternehmen lediglich ein paar hunderttausend DDR-Module, während die Stückzahlen für Rambus-Speicher bereits im Millionenbereich liegen. Die Frage, ob DDR-Speicher wegen der Gebühren teurer werden, wollte der NEC-Sprecher nicht beantworten.

Während Hitachi und Toshiba bereits ähnliche Verträge mit Rambus unterzeichnet haben, gehen die Streitigkeiten mit Micron und Hyundai weiter. So hat Rambus gegen beide Unternehmen in Deutschland und Frankreich Klagen wegen Verletzung von Patentrechten eingereicht. Außerdem liegt der US-amerikanischen Handelskommission ein Antrag vor, nach dem Hyundai verboten werden soll, Speicherprodukte in die USA einzuführen.