Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

03.08.2001 - 

Intel stellt RDRAM-Rabattprogramm ein

Rambus: Von allen Unterstützern verlassen?

MÜNCHEN (CW) - Schwere Zeiten für Chipdesigner Rambus: Angesichts der bevorstehenden Markteinführung seines neuen Pentium-4-Chipsatzes will Partner Intel die bislang gewährte Schützenhilfe zurückfahren.

US-Presseberichten zufolge möchte der Halbleiterhersteller wie erwartet in Kürze sein seit November 2000 bestehendes Rambus-Rabattprogramm auslaufen lassen. Im Rahmen der Initiative wurden Computerhersteller bislang mit Rabatten zwischen 60 und 70 Dollar für jeden PC belohnt, der mit Pentium 4 und Rambus-Speichermodulen verkauft wurde.

Zudem versorgte Intel seine Partner mit preisgünstigen Bundles aus Pentium-4-Prozessoren und RDRAM-Bausteinen. Was dem Pentium 4, der bislang nur mit teurem Rambus-Speicher arbeitet, den steinigen Weg in den Markt ebnen sollte, wird allerdings mit der in den kommenden Wochen erwarteten Einführung von Intels neuem 845-Chipsatz (Codename: "Brookdale") hinfällig. Dieser soll den Pentium-4-Einsatz im Zusammenspiel zunächst mit kostengünstigerem SDRAM, später aber auch mit schnellem DDR-(Double-Data-Rate-)Speicher erlauben. Angesichts der veränderten Gegebenheiten im Rambus-Segment, sprich: deutlich niedrigerer Preise sowie höherer Verfügbarkeit von RDRAM-Modulen, sei eine derartige Hilfestellung nicht länger notwendig, heißt es bei Intel. Man werde aber weiterhin RDRAM-Chipsätze für den Pentium 4 liefern.

Analysten werten Intels Beihilfe-Stopp jedoch als erstes Anzeichen einer möglichen Abkehr von der Rambus-Technologie. "Intel scheint RDRAM langsam, aber sicher den Rücken zuzukehren", so Kevin Krewell, Analyst bei Instat/MDR, ehemals Microdesign Resources. Nach Meinung des Marktexperten wird die Chiptechnologie weiterhin ein Nischenprodukt für den Highend-Markt bleiben. Für Rambus bedeuten die sich lockernden Intel-Bande nichts Gutes: Die Überlebensfähigkeit der proprietären Speichertechnik scheint bedroht.