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20.05.1983 - 

Neue Kopierergeneration "Marathon" soll Preisverfall auffangen:

Rank Xerox hofft auf genügend Puste

DÜSSELDORF (nw) - Auch weiterhin bleibt Die Rank Xerox GmbH hauptsächlich mit Kopierern im Geschäft. Obwohl der in der Bundesrepublik auf dem Markt für Kopierer und Drucksysteme anhaltend harte Wettbewerb zu Preisverfall führte und die Gewinnsituation des Unternehmens drückte, sieht es diesen Bereich immer noch als Basis seiner Ertragskraft an. Doch mit der Markteinführung der neuen Kopiererserie "Marathon" will der Rank-Xerox-Vertriebstochter-Chef Hans-Adolf Barthelmeh wieder richtig verdienen.

Diese Preisentwickung hält bei Kopierern und Drucksystemen, wie Barthelmeh bedauert, nun schon seit mehr als sieben Jahren an. Bei Textverarbeitungssystemen und elektrischen Schreibmaschinen dagegen hätten sich Preiseinbrüche vornehmlich in den vergangenen zwei Jahren ergeben, wo Rank Xerox ebenfalls zu Preiszugeständnissen gezwungen wurde.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr zum 31. 10. 1982 konnte deshalb der Umsatz aus Vermietung, Verkauf und Wartung nur geringfügig um 0,5 Prozent auf 766,5 Millionen Mark (Vorjahr 762,9 Millionen) gesteigert werden. Allerdings verberge sich ein zweistelliges Mengenwachstum hinter diesen Zahlen.

Die Umsätze der Geschäftsbereiche Kommunikationssysteme (darin enthalten sind elektronisches Drukker, Textsysteme, elektronische Schreibmaschinen, Tischcomputer und Netzwerkprodukte), Papier und Verbrauchsmaterial sowie Copy-Service haben sich dem Rank-Xerox-Chef zufolge planmäßig entwickelt.

Nicht zufriedenstellend erwies sich dagegen die Gewinnentwicklung im vergangenen Jahr: Der Gewinn reduzierte sich von 13,7 Millionen Mark im Vorjahr auf 10,3 Millionen Mark 1982. Dies entspricht einer Umsatzredite von 1,3 Prozent nach 1,8 Prozent. Der Grund dafür liege neben dem anhaltenden Preisverfall auch in den weitergeführten Investitionen in das Systemgeschäft. Im vergangenen Jahr hat die Mutter Xerox allein mehr als 400 Millionen Dollar ihres gesamten 565-Millionen-Dollar-Budgets für Forschung und Entwicklung in Kopierer investiert. Zudem befindet sich Rank Xerox ihrem Chef zufolge in einer Umstrukturierungsphase: So laufe die neue Kopierergeneration (10er Serie) erst an, das neue Geschäft mit Tischcomputern über derzeit erst 25 Fachhändler (Zielvorstellung: mehr als 100 Stützpunkte) befinde sich im Aufbau, und auch das Geschäft mit dem lokalen Büro-Netzwerksystem Ethernet stecke noch der Anfangsphase. Die Aufwendungen für Personal betrugen 81/82 260 Millionen nach 251 Millionen Mark.

Das Systemgeschäft mit elektronischen Druckern, Schreibmaschinen Textsystemen und Netzwerken mit einem Umsatzanteil von bislang etwa drei Prozent sei im laufenden Geschäftsjahr mit einem Plus von bereits 50 Prozent per Ende April erfolgreich verlaufen. Bis Ende des Jahrzehnts strebt hier das Unternehmen an, einen Umsatzanteil von 50 Prozent erreichen zu können. Da die Kosten 1983 bislang unter Plan geblieben und der Umsatz leicht gestiegen sei, erwarte man für 1982/83 einen Umsatzzuwachs auf mehr als 800 Millionen Mark.