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18.06.2004 - 

Mercury Interactive hilft SAP-Kunden bei Netweaver-Einführung

Rasche Diagnose bei Java-Problemen

MÜNCHEN (fn) - Mercury Interactive hat erweiterte Diagnose-Tools für J2EE-Applikationen vorgestellt. Die Werkzeuge sollen Unternehmen bei der Entwicklung, Bereitstellung, Verwaltung und beim Betrieb von Java-Software unterstützen. So sind Kunden in der Lage, Anwendungen unter Last zu testen sowie im späteren Betrieb hinsichtlich der Performance zu verwalten.

Mit den neuen Modulen "J2EE Transaction Breakdown", "Topaz for J2EE" und "J2EE Deep Diagnostics" richtet sich der Spezialist für Software-Testprogramme und Performance-Messungen an Kunden, die Java-basierende Transaktionssysteme nutzen. Nach Angaben des Herstellers lassen sich die Diagnosemethoden bereits vor der Live-Schaltung der Java-Applikation nutzen, etwa während der Last- beziehungsweise Regressionstests sowie beim Konfigurieren der Infrastruktur (Applikations-Server, Datenbanken), auf der die Anwendung später laufen soll. Daher können die Diagnostics-Module in die entsprechenden Lasttestsysteme von Mercury eingebunden werden. Während des Betriebs nehmen die Diagnosewerkzeuge die Lastsituation fortlaufend in Augenschein.

J2EE Transaction Breakdown wurde in die Lasttest-Lösung "Loadrunner" integriert und korreliert Engpässe am Web-Frontend mit Problemen im Backend. So macht das Tool sichtbar, ob die Ursache im Netzwerk oder in der Server-Farm zu finden ist. Es visualisiert dabei Latenzzeiten in Servlets, Enterprise-Java-Beans, Classes und Methoden sowie JDBC-Verbindungen.

Root Cause Analysis

Die Komponente Topaz for J2EE wendet sich an Anwender, die für den Applikationsbetrieb beziehungsweise Support zuständig sind. Die integrierten Diagnosewerkzeuge decken die gleichen Funktionen ab wie Transaction Breakdown, nutzen diese jedoch für das Monitoring laufender Anwendungen.

Deep Diagnostics erlaubt es, während eines Lasttests sowie im Betrieb einer Applikation einzelne Transaktionen im Detail zu betrachten und Ursachenforschung für Engpässe zu betreiben (Root Cause Analysis). Auf diese Weise sollen Spezialisten in die Lage versetzt werden, die Gründe für schlechte J2EE-Performance aufzuspüren. Dazu zählen Deadlocks bei Threads sowie Objekte, die eigentlich von dem Java-Bestandteil Garbage Collection hätten gelöscht werden sollen. Das Diagnosesystem agiert auf der Ebene des Byte-Code von Java. Dabei korreliert das Werkzeug Messungen auf HTTP-Datenströmen, Servlets, EJBs, einzelnen Java-Methoden sowie SQL-Abfragen mit Performance-Daten sowohl des Applikations-Servers (über Java Management Extensions, kurz JMX) als auch des Server-Betriebssystems. Damit das funktioniert, müssen Java-Anwendungen mit entsprechenden Agenten versehen werden, wodurch die Applikation belastet wird. "In der Praxis sollte die damit einhergehende Leistungseinbuße nicht mehr als zehn bis 15 Prozent umfassen", erklärt Uwe Flagmeyer, Director Technical Operation bei Merury Interactive Deutschland in Unterhaching.

Die neuen J2EE-Produkte arbeiten mit den Applikations-Servern von Bea Systems, IBM Websphere, Oracle und Jboss zusammen. Laut Mercury Interactive haben vermehrt auch SAP-Kunden, die mit dem "Web Application Server" arbeiten, Bedarf an Tools, um Performance-Probleme zu beseitigen. Daher arbeiten die Walldorfer mit dem Softwarehaus zusammen, um SAPs Integrations- und Ablaufumgebung "Netweaver" zu optimieren. Anwender erhalten professionelle Dienstleistungen sowie die Mercury-Software "Loadrunner" zum Testen der Performance von Applikationen zur Miete.

.NET-Werkzeug in Arbeit

Das Unternehmen hat zudem angekündigt, Diagnosefunktionen auch für .NET-basierende Transaktionssysteme bereitzustellen. Ferner ist eine Lösung zur Kapazitätsplanung von Applikationen geplant.

Auch Konkurrent Segue hat sich des Themas angenommen: Der Anbieter ging unlängst eine Kooperation mit Borland ein, selbst Hersteller von Java-Servern. Beide Firmen vermarkten Lösungen zur Performance-Optimierung von J2EE-Applikationen. Ein gemeinsames Angebot umfasst das Testwerkzeug "Silkperformer" von Seque sowie Borlands "Optimize IT Servertrace", der sich für Root Cause Analysis in Java-Umgebungen eignet.

Abb: Ursache für lange Antwortzeiten finden

Mit den neuen Diagnoseverfahren sollen Java-Nutzer Ursachen für Transaktionsengpässe aufspüren. Quelle: Nach einer Vorlage von Mercury Interactive