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30.08.2002 - 

Auf der Hausmesse präsentiert

Rational modelliert für .NET

MÜNCHEN (CW) - Entwickler können mit dem überarbeiteten "Extended Development Environment" von Rational nun auch Software modellieren, die auf Visual Basic .NET und ASP.NET basiert. Bisher unterstützte das Werkzeug nur C#.

Auf seiner Anwenderkonferenz in Orlando präsentierte der in Lexington, Massachusetts, beheimatete Entwicklungsspezialist Rational die .NET-Erweiterungen von Rational Extended Development Environment (XDE) Professional. Die Software kam Anfang des Jahres auf den Markt und basiert auf dem Modellierungswerkzeug "Rational Rose". Der Hersteller hat sowohl eine .NET als auch eine "Java Platform Edition" im Programm. Erstere wurde nun erweitert. Jetzt sei "XDE 2002, Release 2.1", so der vollständige Name, nahtlos in Microsofts Entwicklungsumgebung "Visual Studio .NET" integriert, verkündet die Firma. Das Werkzeug klinkt sich in Visual Studio ein.

Das Modell erzeugt der Entwickler in der standardisierten Universal Modelling Language (UML), aus der sich dann Codezeilen erzeugen lassen. Zwischen Modell und Programmcode findet ein dynamischer Abgleich statt, so dass Arbeiten am Modell automatische Änderungen im Code hervorrufen und umgekehrt ("Roundtrip").

Unterstützte die .NET-Variante von XDE bisher nur C#, so erzeugt sie nun zusätzlich Code in Visual Basic .NET und ASP.NET. Künftig soll auch C++ hinzu kommen. Die Mehrsprachfähigkeit erlaubt in Verbindung mit dem Feature "Multidimensional Modeling" nun das Erstellen mehrerer Modelle in verschiedenen Microsoft-Programmiersprachen. Ferner kann der Anwender mit dieser Funktion Projekte in unterschiedliche Beschreibungsebenen aufteilen, indem er beispielsweise Anforderungs-, Architektur- und Implementierungsmodelle erzeugt und deren Beziehungen zueinander visualisiert.

Da sich Programmiersprachen nicht eins zu eins auf UML abbilden lassen, greift Rational XDE dem Entwickler mit "Assisted Modeling" unter die Arme. Möchte der Anwender beispielsweise in UML einen Event anlegen, öffnet sich automatisch ein "Model Assistant", der in einem Dialog die erforderlichen Details erfragt, damit später beispielsweise funktionstüchtiger Visual-Basic-.NET-Code daraus entstehen kann. Das erweiterte XDE-Produkt für die Microsoft-Plattform soll Ende September in Deutschland verfügbar sein.

Ausgebaut hat der Hersteller zudem das Produkt "Test Realtime", mit dem Embedded-Anwendungen getestet werden können. Das Tool untersucht nun auch J2ME-Applikationen (J2ME = Java 2 Micro Edition). Für Java-Entwickler dürfte zudem die Einbindung von Test Realtime in das Open-Source-Framework "Junit" zum Testen von Java-Projekten interessieren.

Neben Produkterweiterungen stellte Rational auf der Hausmesse auch Partnerschaften vor. Gemeinsam mit der US-amerikanischen Firma Commercequest entwickelte der Hersteller "Mqtester for Rational", eine Software, mit der Unternehmen Performance-Tests von Anwendungen vornehmen können, die auf IBMs "Websphere MQ" aufsetzen. Mqtester ist ein Plugin für die "Rational Testsuite". Das Produkt wird von Commercequest vertrieben.

Neuvis-Übernahme

Kurz vor seiner Anwenderkonferenz hat Rational die Firma Neuvis übernommen. Die kalifornische Softwareschmiede hat sich mit dem Werkzeug "Neu Architect" auf das Rapid Application Development (RAD) spezialisiert. Das Produkt erlaubt Entwicklern, n-Tier-Anwendungen zu entwerfen, und enthält hierzu einen Satz von grafischen Modellierungswerkzeugen. Nach Angaben von Neuvis generiert dieses Tool zwischen 85 und 95 Prozent des Codes automatisch. Zielplattformen sind J2EE-kompatible Applikations-Server sowie Microsofts Distributed Internet Architecture (DNA). Darüber hinaus lassen sich Java-Applets für drahtlose Endgeräte und PDAs erzeugen. Neu Architect ergänzt laut dem Online-Nachrichtendienst "Computerwire" die UML-Modellierungswerkzeuge des neuen Eigentümers um Techniken zum Erzeugen von Programmcodes, während sich die Applikationen umgekehrt mit Rationals Lösungen für Konfigurations-Management und Testing verwalten und prüfen lassen. (fn)