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07.08.1981 - 

Vor der Umstellung von Batch- auf interaktive Systeme:

Rationalisierung in der Dialogsoftwareentwicklung

Das Schlagwort von der Sottware-Krise kann man nicht mehr hören, leider aber trifft es zu. Software ist nicht wie Hardware einfach multiplizierbar, sozusagen am Fließband erstellbar. Die verschiedensten Wege werden zur Lösung dieser Krise beschritten.

Erstellung von Standard-Software, Modular-Software, Branchenpakete. Diese Wege sind bekannt und werden auch mehr oder weniger erfolgreich beschritten. Aber auch die zweite Möglichkeit: die Rationalisierung der Software-Produktion ist mehr und mehr ein Thema. Schließlich waren die Erfindungen der höheren Programmiersprachen, die strukturierte Programmierung, die Jackson-Methode etc. lauter Instrumente in Richtung rationellerer Software-Erstellung. Aber alle diese Werkzeuge erreichen ihre Haupteffizienz vornehmlich in der Batchprogrammierung.

Welche Möglichkeiten für rationelle Software-Produktion gibt es aber im Dialogsektor? Zu diesem Thema wurde vom Unternehmen e.e. Software, Wirsberg, ein Seminar durchgeführt. Abgehalten wurde diese Veranstaltung speziell für die Anwender von Univac-Anlagen unter den Betriebssystemen OS/3 und VS/9. Dies erwies sich als äußerst vorteilhaft, da die Erstellung von dialogorientierter Software sehr hardwarespezifisch zu sehen ist. Univac-Begriffe wie IMA, OMA, PIB waren ständig in Diskussion.

Die Engpässe in der dialogorientierten Software-Entwicklung wurden aufgezeigt und von den Teilnehmern diskutiert. Ein großer Teil der Anwender steht gerade in oder vor der Umstellung von Batch auf Dialog.

Während des Seminars konnte eine ganze Reihe von Praxisanregungen gegeben werden. So wurde zum Beispiel ein Bildschirmgenerator (ESDIG genannt) vorgestellt und auch life im Seminarraum demonstriert, der eine wesentliche Vereinfachung der zeitaufwendigen und ungeliebten Bildschirmprogrammierung bewirkt. Dabei werden die Bilder über eine einfache Parametersteuerung erstellt. Verschiedene Bildteile sind wiederverwendbar abgelegt, so daß nicht jedes Bild neu erstellt werden muß. Weiterhin wurden Möglichkeiten für eine Standardisierung der Dialogsoftware-Entwicklung vorgestellt und besprochen. Aufmerksamkeit erhielt auch ein neuartiges Testverfahren für die spezielle Erleichterung von Tests bei Dialogprogrammen (ein ungeliebtes Kind bei den Programmierern). Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung von Software-Paketen zur Terminaldruckersteuerung und ein Verfahren zur Zugriffsberechtigung auf ungeschützte Daten sowie entsprechende Erfahrungsberichte von Anwendern.

Insgesamt ein Beitrag zum Thema "Rationalisierung bei der Dialogsoftware, der den Besuchern neue Erkenntnisse und Erfahrungen in der Dialogprogrammierung von Univac-Anlagen brachte. Während des Seminars zeigte sich, daß für die Rationalisierung in diesem Sektor nicht unbedingt besonders aufwendige Softwaresysteme notwendig sind, sondern daß man mit praktikablen Instrumenten, die aus der Praxis heraus entwickelt wurden, einen hohen Leistungsgrad erzielen kann.

Informationen: e.e. Software gmbh & co., beratungs kg, Im Gut 21. Postfach 43, 8655 Wirsberg, Telefon: 0 92 27/16 23.