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15.05.2008

Raubkopierer machen mehr Beute

Laut einer Untersuchung von Business Software Alliance (BSA) und IDC wächst der Anteil raubkopierter Software weiter.

Rund 38 Prozent der weltweit installierten Softwareprogramme waren 2007 Raubkopien. Das ergab eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts IDC im Auftrag des Lobbyverbands Business Software Alliance (BSA). Damit stieg der Anteil unlizenzierter Programme im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um drei Prozentpunkte. Den aus illegaler Software resultierenden Schaden beziffern die BSA-Verantwortlichen auf 48 Milliarden Dollar, acht Milliarden Dollar mehr als im Jahr 2006. "Zum Ende des Jahres 2007 waren weltweit über eine Milliarde PCs im Einsatz", erklärte John Gantz, Chief Research Officer von IDC, "und beinahe jeder Zweite davon setzte Raubkopien ein."

Die Methode

2007 hat IDC das fünfte Jahr in Folge die Softwarepiraterieraten in über 100 Ländern ermittelt. Dabei zählen die Marktforscher die verkauften PCs und schätzen auf dieser Basis den durchschnittlichen Softwarebedarf. Aus der Differenz des vermuteten Bedarfs und der tatsächlich legal verkauften Software ergibt sich aus Sicht der Business Software Alliance (BSA) der Schaden. Open-Source-Programme werden dabei nicht berücksichtigt.

Die Verantwortlichen begründeten die weiter steigende Softwarepiraterie in erster Linie mit der stärkeren Softwaredurchdringung in Schwellenländern wie China, Brasilien, Indien und Russland. Zwar verzeichnete beispielsweise Russland einen deutlichen Rückgang illegal kopierter Software. Mit einer Piraterierate von 73 Prozent (2006: 80 Prozent) ist der Anteil von Raubkopien jedoch weiter hoch. Auch in Brasilien (59 Prozent) und Indien (69 Prozent) registrierten die Softwarewächter eine hohe Rate nicht lizenzierter Programme. Insgesamt seien die Bric-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) mittlerweile mit einem Schaden von 14,4 Milliarden Dollar für rund ein Drittel des weltweiten Umsatzausfalls verantwortlich, hieß es.

Dagegen spricht der Software-Lobbyverband von Erfolgen in anderen Regionen. Beispielsweise habe der Raubkopienanteil in den USA mit 20 Prozent einen historischen Tiefststand erreicht. EU-weit habe sich die Rate um einen Prozentpunkt von 36 auf 35 Prozent verringert. Auch in Deutschland sei der Anteil der illegalen Programme um einen Prozentpunkt auf nunmehr 27 Prozent gesunken. Allerdings bleibt der durch Raubkopien verursachte Schaden nach Angaben der BSA unverändert hoch beziehungsweise steigt sogar. Die USA seien beispielsweise mit einem Umsatzausfall von gut acht Milliarden Dollar das Land mit dem größten Schaden weltweit. In Ost- und Zentraleuropa sei trotz konstanter Piraterieraten der Schaden um rund die Hälfte von 4,1 auf 6,4 Milliarden Dollar gestiegen. In Westeuropa summierten sich die Umsatzausfälle 2007 auf 11,7 Milliarden Dollar nach 10,6 Milliarden Dollar im Jahr zuvor.

(ba)

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