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14.10.1994

Rauhe Umgebung fuer die Maus

J. Kambach*, Reutlingen: Gibt es optische Maeuse mit Stiftfunktionen fuer den PC? Aus technischen Gruenden (staubige Umgebung) koennen wir an einigen Rechnern keine normalen Maeuse anschliessen, da deren Rollkugel laufend verdreckt.

Die Redaktion: Ob es die von Ihnen gewuenschte Mausart gibt, erscheint uns zweifelhaft. Die bekanntesten optischen Maeuse kommen von der Mouse Systems Corporation. Sie sind jedoch keine Stiftmaeuse wie die "Pen Mouse" von Ultima-Electronics - und diese ist wiederum mit einem mechanischen Kugelwerk ausgestattet. Vielleicht hilft Ihnen ein opto-elektrisches Grafiktablett wie das neue "Artpad" von Wacom weiter, das eine einstellbare Maustaste am Stift hat. Ist jedoch wirklich eine rauhe Systemumgebung zu meistern, so muss die Maus buchstaeblich stillgelegt werden: Trackball-Systeme sind erheblich robuster und lassen sich (Beispiel: Genius Hitrack) abdichten. Alle genannten Varianten finden Sie im einschlaegigen Zubehoer-Fachhandel.

Druckprobleme mit Netware

H. Fetsch, Dachau: Wir haben ein Problem mit Novells R-Printer- und N-Printer-Programmen. Nachdem wir mit Netware 4.01 einen Druck-Server eingerichtet haben, haengen sich die Arbeitsstationen beim Laden von N-Printer oft auf. Wenn ueber eine Queue ein umfangreicher Druckauftrag kommt, wird Windows 3.1 oft beendet, oder der PC bleibt in Windows stecken. Gibt es ein Tool unter Novell 4.01, das diese Druckprobleme behebt?

Die Redaktion: Die Druckprogramme der 4er Version von Netware wurden durch einige Bug-Fixes verbessert. Empfehlenswert ist in Ihrem Fall das Upgrade auf Netware 4.02. Das Update enthaelt neue Druckprogramme und ist fuer Besitzer von Release 4.01 kostenlos. Auf der CD-ROM dieser Netware-Version finden sich zudem neue Windows-Clients, deren umgestalteter Druck-Manager moeglicherweise Ihr Problem bei den grossen Druckauftraegen beseitigen kann.

Netzlast bei Remote-Zugriff

H. Frahm, Hamburg: Mit welchem Programm kann man in einem Novell- 3.11-Netz unter Windows 3.1 andere Pcs fernsteuern (Supportproblematik), wenn Aufloesungen von 1024 mal 768 und 1280 und 1024 Pixel auf den Stationen unterstuetzt werden muessen?

Die Redaktion: Grundsaetzlich haengt das Problem hochaufloesender Windows-Sitzungen vor allem von der zur Verfuegung stehenden Leitungskapazitaet ab. Wenn die Fernsteuerung oder der Support via Modem-Dial-In erfolgen soll, sind hohe Aufloesungen etwa von 1280 mal 1280 Pixel mit 256 Farben absolut inakzeptabel, sobald die Geschwindigkeit unter 28,8 Kbit/s liegt. Selbst das Monitoring via ISDN-Leitungen kann schleppend sein. Gute Programme verfuegen daher ueber die Moeglichkeit, die hohe Aufloesung auf dem steuernden PC zu reduzieren oder etwa die Farben auf vier Grundtoene zu minimieren. Gleichzeitig wird die Datenuebertragung komprimiert, es werden nur die Veraenderungen am Bild uebertragen und die Bewegungen der Maus ausgeblendet. Einige Programme wie "Carbon Copy for Windows" erstellen einen Miniaturschirm des Originalbildes. Direkt im Netz brauchen Sie auf solche Beschraenkungen nicht zu achten. Programme, die hohe Aufloesungen unterstuetzen, sind neben Microcoms Carbon Copy auch Symantecs "Norton PC Anywhere" und Islands Software "Reach Out", die Ihr Netzfachhandel sicherlich vorraetig hat.

Diskless gegen Viren?

B. Behrend, Rotenburg: Zur Vorbeugung gegen eine Infektion durch Computerviren wurden in unserem Betrieb die Diskettenlaufwerke der PCs deaktiviert. Um dem Datenaustausch gerecht zu werden, waere hier ein effektiverer Schutzmechanismus wuenschenswert, der gewaehrleistet, dass Disketten, die nur Anwendungsdaten enthalten, dennoch eingelesen werden koennen. Gleichzeitig muss der Schutz sicherstellen, dass das Einlesen von Programmen (mit eventuell darin enthaltenen Viren) unmoeglich ist. Dieser Schutz darf fuer den PC-Nutzer nicht deaktivierbar sein, etwa im Rahmen der Konfiguration der Config.sys oder Autoexec.bat (Beispiel: VSafe). Gibt es solch einen Mechanismus der PCs auf Hardware-Ebene oder einen, der zumindest zuverlaessig durch Passwort vor Viren schuetzt?

Die Redaktion: In der Tat ist die Deaktivierung der Laufwerke keine sonderlich effektive Loesung. Allerdings existieren keine Utilities, die grundsaetzlich Anwendungsdaten von Programmen unterscheiden koennen. Programme lassen sich in gepackten Dateien (zum Beispiel im ZIP- und ARJ-Format) unterbringen, worauf die besseren Virenscanner die Komprimierung durchforsten. Umgekehrt koennen Exe-Dateien selbstentpackende Daten enthalten. Einen Schutz auf Hardware-Ebene gibt es aus den genannten Gruenden auch nicht. Eine Annaeherung an Ihre Wuensche bieten "Dialock Boot" von Com&Dia (in Deutschland ueber die Help GmbH, Fax: 069/58 04 200) und "Disknet" von der englischen

Reflex Magnetics (Fax: 0044/

71 372 2507). Diese Programme serialisieren erst alle Disketten, die innerhalb der Firma getauscht werden duerfen. Dabei wandert neben der Pruefsumme auch eine Beschraenkung des Dateiformats auf die Diskette, wenn etwa ZIP-Formate ausgeschlossen werden sollen. Die Diskette verweigert dabei die Speicherung anderer Formate, der PC arbeitet nur mit serialisierten Disketten. Zustaendig dafuer ist ein kleines RAM-residentes Programm, das vor dem Booten verschluesselt geladen wird und vom Anwender nicht umgangen werden kann. Daneben arbeiten beide Utilities mit einem handelsueblichen Virenscanner, dem islaendischen F-Prot. Die Frage bleibt, ob Sie im Interesse groesserer Sicherheit den erheblichen Arbeitsaufwand der Disketten-Serialisierung ueber eine Master-Station auf sich nehmen wollen.

Leser helfen Lesern

In der Faxline der CW Nr. 36 vom 9. September 1994 fragte Herr Kutschank aus Freiburg nach einer Infopost-Loesung fuer Kleinbetriebe.

U. Welck aus Muenchen kommentiert unsere Hinweise: Ich darf Sie darauf hinweisen, dass unser Produkt "Delphi/Info Post" preiswerter ist. Ausserdem verarbeitet das Programm nicht nur DBF-Dateien, sondern auch Delimited- und Festformat-Dateien. In der Regel erkennt die Software das Dateiformat und den verwendeten Zeichensatz (ANSI/ ASCII) und sogar die Position der fuer die Porto-Optimierung benoetigten Postleitzahl vollautomatisch. Weitere Infos bei der ACS GmbH (Fax: 089/88 33 51).

*Namen von der Redation geaendert