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13.08.2004 - 

IT in Behörden/Kommentar

Raus aus dem Mittelfeld

Auch in Sachen Verwaltungsmodernisierung ist Deutschland derzeit kein Überflieger. Im internationalen E-Government-Ranking von Accenture erreicht die Bundesrepublik mit Platz 14 nur noch das hintere Mittelfeld und ist damit im Vergleich zum Vorjahr sogar um vier Plätze zurückgefallen. Die Servicereife der Angebote habe in dieser Zeit um nur zwei Prozent geringfügig zugenommen.

Da wundert es kaum, dass viele Bürger die konkreten E-Government-Angebote nur wenig attraktiv finden. Offensichtlich sparen sie durch die Internet-Services weder Wege noch Kosten. Es fehle der klare Nutzenanreiz, weshalb - aus dem internationalen Blickwinkel betrachtet - E-Government in Deutschland am wenigsten akzeptiert sei, erklärt Accenture.

Nationale Studien vermitteln einen ausgewogeneren Blick auf die deutsche Wirklichkeit des elektronischen Regierens und Verwaltens. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) zieht eine Erfolgsbilanz.

Die bundesdeutschen Städte gehörten technisch zur internationalen Spitze beim E-Government (Seite 28).

So hat sich das Essener Sozialamt im aktuellen Dschungel der Sozialgesetze mit neuer Software den Durchblick und kurze Bearbeitungszeiten in Sachen Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter und Pflegewohngeld erkämpft - vorbildlich auch für Großstädte (Seite 32).

Ein anderes Beispiel: In Berlin bringen mobile Bürgerdienste das Amt zum Menschen. Die Vorteile für alle Beteiligten liegen auf der Hand, denn der mobile Bürgerberater und seine technische Ausstattung sind preiswerter als ein stationäres Amt, und der Bürger spart sich zeitraubende Wege. Das Projekt befindet sich noch im Versuchsstadium, stimmt aber dennoch schon jetzt optimistisch. Wenn sich die weiteren Leitprojekte des Wirtschaftsministeriums ebenso gut anlassen, könnte Deutschland seine Mittelfeldposition schon bald vergessen machen (Seite 34).