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10.10.1997 - 

Apache-Chip erhält den Vorzug vor Power PC 620

Raven soll IBMs RS/6000 aus der Talsohle helfen

In den vergangenen Monaten war es immer wieder zu Problemen bei der Entwicklung des 64-Bit-RISC-Chips Power PC 620 gekommen. Das Entwicklerteam in Somerset war offenbar nicht in der Lage, eine marktreife Variante des Prozessors termingerecht bereitzustellen. Die Vorstellung der neuen Raven-Server sollte deshalb ursprünglich verschoben werden (siehe CW Nr. 37 vom 12. September 1997, Seite 37: "IBMs Power PC 620 läßt weiter...").

Nun hat sich IBM offenbar entschlossen, statt dem vorgesehenen Prozessor die eher für kommerzielle Anwendungen ausgelegte 64-Bit-Power-PC-Variante "Apache" einzusetzen, die aus den AS/400-Entwicklungslabors in Rochester stammt. Damit ausgerüstet sollen die neuen RS/6000-Modelle nun doch im Oktober präsentiert werden.

Zwölf-Wege-Server für das High-end

Nach enttäuschenden Ergebnissen der RS/6000-Division im ersten Halbjahr 1997 erhofft sich der Hersteller mit den Raven-Modellen einen Aufschwung. Die Zwölf-Wege-Varianten dieser Rechner sollen in Kombination mit einer 64-Bit-Version des Betriebssystems AIX eine Verarbeitungsleistung von 18 000 Transaktionen pro Minute schaffen.

Den Angaben IBMs zufolge kann die RS/6000-Geschäftseinheit einen Anteil von zehn Prozent am weltweiten Unix-Hardware-Markt für sich verbuchen und würde damit hinter den Branchenschwergewichten Sun Microsystems und Hewlett-Packard liegen. Allerdings gingen die RS/6000-Umsätze im ersten Halbjahr um etwa 15 Prozent zurück. Vor allem wegen der wachsenden Konkurrenz von Wintel-basierten Rechnern waren die Workstations davon am stärksten betroffen. Auch bei den Server-Modellen gab es Einbußen. Einzig die massiv-parallelen "RS/6000 SP"-Systeme legten um rund 40 Prozent zu.

Mit einer modifizierten Baureihe der AS/400 möchte IBM außerdem die Midrange-Systeme in stärkerem Maße als bisher als Server für E-Commerce-, Intranet- und Internet-Anwendungen positionieren. Die Serie "AS/400e" arbeitet ebenfalls mit den Apache-Prozessoren. Der Hersteller bietet Acht- und Zwölf-Wege-Konfigurationen an. Im Vergleich zu älteren High-end-Versionen der AS/400-Familie sollen die neuen Rechner bis zu 400 Prozent mehr Verarbeitungsleistung schaffen.

Daneben unterstützen die Systeme jetzt bis zu 20 GB RAM und maximal 1 TB internen Plattenspeicher. Für den Einsatz als Web-Server offeriert IBM eine Firewall-Lösung in Form einer Steckkarte. Anwender brauchen auf diese Weise kein separates System als Firewall anzuschaffen. Zum Lieferumfang gehört auch die jüngste Version 4, Release 1 des OS/400-Betriebssystems. Dieses integriert den Angaben zufolge eine Reihe zusätzlicher Sicherheitsfunktionen für E-Commerce-Anwendungen.

In Zukunft möchte der Hersteller die AS/400-Familie unter anderem mit einer nativen Implementierung von Lotus Domino und nativer Java-Unterstützung anbieten. Auf dem "Integrierten PC-Server" soll darüber hinaus Windows NT als Server-Betriebssystem für PC-Anwendungen zur Verfügung stehen.