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16.12.1994

Reaktion auf starke Halbleiternachfrage Motorola France investiert in Ausbau des Toulouser Chipwerks

Von CW-Korrespondent Lorenz Winter

Gut 200 Millionen Mark kostet die Erweiterung von Motorolas Chipwerk in Toulouse. Die Investitionen sollen in den Jahren 1995 und 1996 erfolgen, gab James Norling bekannt. Er ist als Executive Vice-President fuer die Geschaeftsregion Europa, Nahost und Afrika zustaendig.

Die 1967 errichtete Anlage war damals die erste Auslandsfabrik der Gruppe und zugleich ihre erste Chip-Produktionsstaette in Europa. Mit der jetzigen Investition reagiert Motorola auf den stark wachsenden Weltmarkt fuer Halbleiter. Er legt derzeit jaehrlich 25 Prozent zu. Vor allem Unternehmen aus der Mobilfunk- und Autoelektronikbranche ordern dabei ueberdurchschnittlich stark.

In Toulouse verfuegt Motorola heute ueber 45000 Quadratmeter Nutzflaeche, davon knapp ein Viertel fuer fuenf Reinraeume. Weitere drei Reinraeume der Klasse zehn werden in den kommenden Monaten entstehen, erlaeuterte Jean Lavigne, der soeben zum Generalbevollmaechtigten von Motorola France ernannt wurde. Das erlaube eine Steigerung der Sechs-Zoll-Wafer-Produktion von 2000 auf 7000 Stueck pro Woche schon ab Ende naechsten Jahres. "Wir haben es eilig, die Serienfertigung hochzufahren, und dies nicht nur, weil der Markt das verlangt, sondern auch, damit sich die hohen Investitionen moeglichst rasch amortisieren", ergaenzte Robert Aschieri, Chef der franzoesischen Halbleiter-Division von Motorola.

Etwa 2050 Mitarbeiter erwirtschaften heute in Toulouse eine Milliarde von den insgesamt 1,3 Milliarden Mark Produktionswert der Gruppe in Frankreich.

Rund 70 Prozent der Erzeugnisse sind fuer das Ausland bestimmt. Die beabsichtigten Investitionen helfen nach Angaben von Lavigne, 250 neue Arbeitsplaetze zu schaffen.