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16.05.1975 - 

Schweizer Bankverein mit großen Plänen

Realtime Banking

BASEL - Der Mißerfolg, den der Konkurrent in Zürich - die Schweizerische Bankgesellschaft (SBG) mit dem Projekt "Ubisco" erlitten hat (Schlußpunkt ist eine Klage gegen den Hersteller), schüchterte den Schweizer Bankverein (SBV) nicht ein. "Wir haben ganz andere Ausgangspositionen als die SBG" sagt U. Rychen, von der Abteilung Automation beim SBV in Basel. "Die grundlegende Datenorganisation ist seit langem vereinheitlicht - wir arbeiten hier auch seit 25 Jahren daran, - nämlich seitdem wir die Lochkarten eingeführt haben."

Der Schweizer Bankverein verfügt bereits über eine einzige große Datenbank, die sämtliche Angaben über Kunden und Konten enthält.

Das Projekt "realtime-banking" sieht vor, das Ende dieses Jahres die ersten SBV-Geschäftsstellen mit Burroughs-Terminals (Bildschirmgeräte mit Drucker für Kassabuch-Beschriftung) ausgerüstet werden. Innerhalb von ein bis eineinhalb Jahren sollen dann alle 150 SBV-Geschäftstellen mit Banken-Terminals ausgestattet sein.

In der Bank sind zur Zeit drei Systeme IBM 370/158 eingesetzt; nach Aufbau des Terminal-Netzes soll die Rechnerkapazität verdoppelt werden - vorgesehen sind drei IBM-Duplexsysteme. Für die Datenbankorganisation wird IMS verwendet.

Die Terminals sollen online über Mietleitungen an das Rechenzentrum angeschlossen werden. Zunächst will man den Zahlungsverkehr und das Kassenwesen automatisieren. Dieser ersten Stufe soll eine zweite folgen, so daß auf die Dauer alle Bankgeschäfte über die Terminals abgewickelt werden können. Neben einer besseren Bedienung der Kunden verspricht sich der Schweizer Bankverein eine nennenswerte Personaleinsparung. Das Realtime-Banking der Schweizer wird auf internationale Komptabilität eingerichtet: "Ab August 1976 sind wir bereit, an SWIFT teilzunehmen", sagte H. Rychen. -py