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03.03.2000 - 

Multiprozessorsysteme/Kommentar

Rechenleistung nur noch mieten?

Der Bedarf an Rechenleistung steigt ebenso rasant wie der an Bandbreite oder Speicherkapazität. Multiprozessorsysteme sind heute oftmals schon ein Muss bei grafischen Workstations - bei Servern sowieso. Dass es keinen einheitlichen Standard für die Architektur solcher Systeme gibt, liegt sicher nicht nur an den unterschiedlichen Aufgabenstellungen, für die sie einst konzipiert wurden. Mittlerweile nähern sich die einst gegnerischen Lager der SMP-, MPP-, Numa- oder Cluster-Verfechter jedoch an. Jede Art hat ihre Vor- und Nachteile, Hybrid-Architekturen sind entstanden, die bestimmte Aufgaben besser erfüllen als das früher möglich war. Über Softwaretechniken, Stichwort Partitionierung und Workload-Management, lassen sich Lasten verteilen, ohne dass Programmiermodelle grundsätzlich verändert werden müssen.

Glaubt man Auguren, die die Internet-Revolution bis zum (vorläufigen) Ende durchdenken, dann werden in Zukunft noch leistungsfähigere Maschinen gebraucht, die dann allerdings nicht mehr lokal in den Unternehmen, sondern bei einem Anbieter für Rechendienste stehen. Nicht nur Intel baut derzeit Server-Farmen auf, die für die Kundschaft das E-Business abwickeln sollen. Das neue Geschäft nennt sich "Web-Hosting", "Web-Server-Housing" oder "Co-Location", die Anbieter bezeichnen sich als Application-Service-Provider (ASPs) oder Internet-Service-Provider (ISPs) oder noch ganz anders. Gemeinsam ist diesen Bemühungen, dass sie Services, also Dienste anbieten. Das gilt auch für die Rechenleistung, die als "CPU on Demand" oder ähnliches vermarktet wird. Der Einfluß, den das "servicezentrierte Computing"-Modell auf die Informationsverarbeitung beim Anwender haben soll, ist enorm: Er kauft nicht mehr, er mietet - und zwar alle Funktionalität, die er braucht und lässt sie sich per Internet oder über Standleitung liefern. kk