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10.10.1980 - 

Von 600 Millionen Mark knapp die Hälfte bei Siemens:

Rechner helfen Sozialversicherungen

MÜNCHEN (pi) - Auf knapp 600 Millionen Mark beläuft sich der Wert der EDV-Anlagen, der heute in der Bundesrepublik im Bereich soziale Sicherung installiert ist. Rund die Hälfte davon entfällt auf Siemens-Rechner, behauptet das Münchener Unternehmen. Mit dem von der Südwestlichen Bau-Berufsgenossenschaft, Karlsruhe, bestellten System 7.500 hätte jetzt das Unternehmen die hundertste Anlage aus dem Bereich der sozialen Sicherung in Auftrag nehmen können. Zugleich sei dies der erste Auftrag aus dem Marktsegment Bau-Berufsgenossenschaften.

Zur Auftragsentscheidung der Südwestlichen Bau-Berufsgenossenschaft trug, so Siemens, wesentlich das Konzept des Betriebssystems BS2000 bei. Durch Ausnutzung der Programmier- und Testhilfen sowie durch die Dialogorientierung des Betriebssystems erwarte die Südwestliche Bau-Berufsgenossenschaft eine schnellere Realisierung neuer Projekte und die Weiterentwicklung der derzeitigen Verfahren. Im Vordergrund stünde dabei die verstärkte Anwendung der Computerleistung am Arbeitsplatz des Sachbearbeiters .

Dem gleichen Ziel dient einer Siemens-Mitteilung zufolge, auch die Mitarbeit dieses Anwenders am Organisationskonzept SAGUV (Standardanwendungsbausteine für die gewerbliche Unfallversicherung), mit dem bereits fünf Neukunden in den letzten zwölf Monaten gewonnen werden konnten. SAGUV enthält Grundbausteine für Steuerung, Erfassung und Dialog, an die die Berufsgenossenschaften ihre Programme für die Mitglieder- und Beitragsverwaltung, das Leistungs-, Regreß-, Finanz- und Rechnungswesen, den technischen Aufsichtsdienst und die Statistik mit gemeinsamer Datenverwaltung anschließen könnten. Für die dabei anfallende Textbe- und Textverarbeitung werde das Programm TEXID (Textverarbeitung im Dialog) benutzt.

Schon der erste Seriencomputer von Siemens, der 1959 vorgestellte "Digital-Rechner 2002", wurde, wie das Unternehmen selbst mitteilt, von einem Anwender aus dem Bereich der sozialen Sicherung bestellt - von der Landesversicherungsanstalt Westfalen in Münster, die heute eine vollintegrierte Datenverarbeitung im Dialog betreibt und im Kreis der Landesversicherungsanstalten der größte Datenfernverarbeitungsanwender ist. Inzwischen würden rund Dreiviertel aller Versicherten der Rentenversicherung in der Bundesrepublik Deutschland von Versicherungsträgern betreut, die mit Siemens-Rechnern arbeiteten.

Wesentlichen Anteil an der Siemens-Präsenz habe die Gesetzliche Krankenversicherung. Eine datentechnisch interessante Automatisierung der Verwaltungsarbeit baue zur Zeit das Rechenzentrum der Ortskrankenkasse Köln auf - das erste vollkompatible Verbundsystem, das für die Ortskrankenkassen Bonn, Euskirchen, Köln, Leverkusen, Erftkreis, Rheinisch-Bergischer Kreis und Rhein-Siegkreis arbeiten werde.

An einem zentralen Rechner des Modells 7;748 werden laut Siemens, sieben dezentrale Rechner 7.531 als Subsysteme angeschlossen, die mit rund 200 an den Arbeitsplätzen der Sachbearbeiter installierten Datensichtstationen verbunden sind. Damit werde ein dezentrales Auskunftssystem für die über 500 000 Versicherten der genannten Ortskrankenkassen realisiert. Die Subsysteme übernähmen künftig auch die Online-Erfassung durch die Sachbearbeiter vor Ort, die Abwicklung der Leistungsfälle im Dialog sowie Textverarbeitung.