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11.07.1986 - 

Wacker-Chemitronic sieht den Host als Koordinator:

Rechner-Link als Vorstufe zum lokalen Netz

Im Rechnerpark der Wacker-Chemitronic in Burghausen ergibt sich durch die unterschiedlichen Rechnersysteme eine mehrstufige Datenverarbeitungs-Hierarchie. Zwei Hostsystemen IBM 4361 MO5 sind sechs Terminalsteuereinheiten, annähernd 80 Bildschirme und 140 Mikrocomputer (IBM-PC und Kompatible), unterstellt. Der Aufbau eines lokalen Netzwerks würde den Einsatz von sechs Mitarbeitern für ein Jahr bei einem Kostenaufwand von etwa 1,8 Millionen Mark verschlingen. Deshalb will man bei der Errichtung des lokalen Netzes schrittweise vorgehen. Im Vordergrund steht der Aufbau einer Mikro-Mainframe-Kommunikation.

Die Forderung der Wacker-Chemtronic formuliert DV-Leiter Dr. Bernd Rau: ,.Zur Dezentralisierung muß ein System gewählt werden, das sowohl Daten vom Host zum PC als auch umgekehrt überträgt ". Dazu hatte man bereits 1982 einen File-Transfer unter CP/M entwickelt, der Jedoch nicht verallgemeinert werden konnte; deshalb mußte für jede Anwendung ein neues Programm geschrieben werden.

Die Auswahl eines geeigneten Programmpaketes verlief schwierig. 20 Programmpaketes wurden getestet. Drei in die engere Auswahl gezogene Produkte bedeuteten letztlich nur eine Notlösung. Als im Frühjahr 1985 die Entscheidungsphase bereits abgeschlossen war, lernte man "Panlink" von Pansophic kennen.

Unabhängig von Hard- und Software

Das Programmpaket stellt eine Mikro-Mainframe-Softwareverbindung bereit, die hard- und softwareunabhängig arbeitet. Die Herstellerfirma, die eine ganze Reihe von Entwicklungswerkzeugen für IBM-Großrechner anbietet, schafft mit "Panlink" die Mikro-Mainframe-Verbindung, die mit einer Vielzahl von Emulationsprogrammen und Hardwareerweiterungen auf dem IBM PC zusammenarbeitet und aus der Sicht des Mikrocomputers auf dem Großrechner virtuelle Disketten verwalten kann. Der PC kann auf vier virtuelle Disketten zugreifen, die ein Speichervolumen von 32 KByte bis zu 15

Megabyte haben dürfen. Diese virtuellen Disketten sind mit dem Applikationsprogramm-lnterface (API) vom Personalcomputer aus mit dem Host-Applikations-Programm-Interface (HAPI) vom Mainframe-Rechner aus erreichbar. Ihre Daten unterliegen keiner Beschränkung hinsichtlich des Formats. Dazu kommt eine ganze Reihe von Schutzmechanismen, die für die Datenintegrität bei der Hostkommunikation sorgen.

Die Datenübermittlung kann durch ein Anwendungsprogramm sowohl auf dem Host als auch auf dem Mikrocomputer erfolgen. Zur Datensicherung, um beispielsweise eine ganze 10-MB-Platte des PC auf einer virtuellen Diskette im Großrechner zu sichern, kann die Panlink-Superkopie-Utility benutzt werden.

Mit dem Applikationsprogramm-lnterface API hat der Programmierer die Möglichkeit, in seinem Programm direkt entsprechende Befehle auf dem Personalcomputer aufzurufen. Dadurch ist jedes Anwendungsprogramm in der Lage, eine Panlink-Umgebung automatisch zu generieren, wenn es zum Datentransfer notwendig ist.

Das Host-Applikations-lnterface -Programm bietet auf dem Mikrocomputer die Möglichkeit, mit einem auf dem Host laufenden Anwendungsprogramm zu kommunizieren, also Daten zwischen einem Programm auf dem Host und einem anderen Programm auf dem Personalcomputer auszutauschen. Zum Umgang mit dem Programmpaket braucht der Anwender auf dem Mikro nur acht Befehle zu lernen.

Das HAPI kann mit einem anderen Softwarepaket des Anbieters "Easytrieve-Plus" qekoppelt werden und stellt dadurch ein Information-Retrieval- und Datenmanagementsystem zur Verfügung, das von Personalcomputerbenutzern beim Zugriff auf den Host eingesetzt werden kann.