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13.11.1981 - 

Thomson-CSF mit dem verteilten Leistungsmessungs- und -überwachungssystem DPMS:

Rechner- und Netzüberwachung en famille

KOBLENZ (je) - Ein modular aufgebautes und flexibel konfigurierbares System zur Online-Erfassung und -Verarbeitung von Leistungsindikatoren (Online-Korrelation zwischen der CPU-Leistung, dem Auslastungsgrad der Realtime-Anwender und dem Verkehr über Telekommunikationsleitungen) bietet die Koblenzer Thomson-CSF Elektronik GmbH - Fachbereich T.l.T.N. - an: den einzigen Hardwaremonitor europäischer Herkunft. So bezeichnet T.l.T.N. - Mitarbeiter Lalit Singh Garbyal das Meß- und Überwachungssystem DPMS.

DPMS (= Distributed Performance Monitoring System) besteht aus mehreren einzeln erhältlichen Komponenten. Es sind dies

- DPMS 100, ein modulares System zur Online-Überwachung von entfernten Netzwerkkomponenten bestehend aus: TLSA (= Telecommunication Lines Survey and Analysis) zur Analyse und Überwachung von Telekommunikationsleitungen,

RTLE (= Remote Terminal and Line Emulator), einem Emulator für entfernte Terminals und Telekommunikationsleitungen sowie NSP (= Network Nod Systems Profile), einem System zur Erfassung und Anzeige von Leistungsindikatoren für Netzknotenrechner.

- DPMS 400 mit dem Uberwachungsinstrument PMU (= Performance Measurement Unit). PMU ist ein System zur Erfassung und Echtzeitüberwachung von 40 bis 220 digitalen Signalen (Meßpunkten). Ein Farbsichtgerät dient zur Anzeige von Computerleistungsindikatoren ( CPU tätig", "Kanal tätig" etc.). Darüber hinaus ist es möglich, bei Überschreitung vom Anwender festzulegender Grenzen, Alarmmeldungen anzuzeigen.

- DPMS 600, bestehend aus DPMS 400 (PMU) und DAS (= Data Analysis System), einem System mit Datenbankstruktur zur Auswertung der Computerleistungsindikatoren ohne Unterbrechung des Meßvorganges. Mit dem Makro-Aufruf "AUTOREP" (Automatic reporting) können Auswertungen aufgerufen werden, wie etwa Histogramme, statistische Analysen (Korrelationen und Clustering), ein Gantt-Diagramm, Verteilungshistogramme oder Ausnahmeberichte.

- DPMS 1000, ein zentralisierter Netzwerkmonitor, bestehend aus den Komponenten PMU, NSP, TLSA, RTLE und DAS zur, wie Garbyal erläutert, umfassenden Leistungsüberwachung von Netzwerken.

- TDDS ( = Trace Digital Display System), ein System zur Erfassung und Anzeige von Leistungsindikatoren für Minicomputer und Systeme mittlerer Größe.

Die DPMS-Produktion findet in der Hardware-Fabrik von Thomson-CSF,

genannt C.I.T.E.C. (Compagnie Industrielle pour les Techniques Electroniques) in Toulouse statt, nach Garbyals Einschätzung einer der modernsten Produktionsstätten Europas. Mit DPMS liegen bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der Leistungsmessung und -überwachung

vor, und zwar bei Minicomputern (im Rahmen von Dialogsystemen): French Telemechanique T 1600, TTS 7800 von Cii-Honeywell, Mitra von Thomson-CSF, PDP von DEC; bei

Großrechnern: IBM, Honeywell 66/80, CDC Cyber 175 und 760, Amdahl VG sowie Siemens 7.760, 7.762.

Garbyal beschreibt DPMS 400 als eine sehr schnelle Datenerfassungseinheit, die mit den folgenden Kenngrößen charakterisiert werden kann: Anzahl der Meßfühler 40 bis 220, austauschbare Rangierverteiler-Tafel, zwölf Prozessoren zur Datenreduzierung die parallel arbeiten können. Mögliche Alternativen sind:

- Zählen (Counting): 8 Zähler mit 40 MHz (Auflösung: 25 ns)

- Mapping: 256 W von 32 Bits bei 3 MHz (300 ns) oder 4 KW von 15 Bits bei 1,5 MHz (600 ns)

- Storing: 1 KW von 16 Bits mit 10 MHz (100 ns) oder 4 KW von 16 Bits mit 2,5 MHz (400 ns)

- Profiling: garantiert bis zu 110 Computerleistungsindikatoren für den Grad der Aktivität eines Signals oder einer logischen Kombination von n Signalen (n = 2 bis 20)

Kurzzeittrends

An weiteren Kenngrößen nennt Garbyal

- Echtzeitüberwachung per Farbsichtgerät in Form von "Bargraph" (Balken-Diagramm) von 16er-Gruppen der Meßgrößen (Computerleistungsindikatoren), "Warnung", wenn vorgegebene Bedingungen verletzt werden, oder "Kurzzeittrends";

- sequentielle Speicherung auf Magnetband für Post-Facto-Analyse auf dem Host-Rechner

- Unabhängigkeit zwischen Planung und Ausführung der Messungen;

- Meßvarianten werden auf Disketten gespeichert;

- Systemkonsole zur Unterstützung einer mnemotechnischen Systemsprache mit englischem Wortschatz,

- vollparallele, verzögerungsfreie Meßdatenübertragung zu lokalen oder entfernten Auswertungssystemen wie DAS.

Das "nächsthöhere" DPMS 600 kennzeichnet Garbyal als umfassendes System zur Leistungsmessung von Computersystemen, das DPMS 400 als Datenerfassungskomponente benutze. Die Analyse und Auswertung der Leistungsdaten erfolgt mit Hilfe des neuen französischen Minicomputers Mitra 225. Der Minirechner hat 128 KW Hauptspeicher (ausbaufähig bis 512 KW), wodurch die Verwaltung von Leistungsdaten in der Größenordnung von 10 bis zu 800 MB ermöglicht wird.

Das DAS ermöglicht die Auswertung der Leistungsdaten ohne Unterbrechung des Meßvorganges, unterstreicht Garbyal. DAS biete eine Reihe von Auswertungsalternativen und generiere entweder Berichte am Drucker oder Echtzeitinformationen am Farbsichtgerät. Die Informationen schließen beispielsweise neben den oben schon genannten Histogrammen und statistischen Analysen ein:

- Systemprofile (Leistungsindikatoren),

- Memory Mapping, Armbewegungsanalyse (Plattenspeicher-Laufwerk) und

- Befehlsanalyse.

Es gibt zwei so gut wie gleichwertige Wege zur Generierung der Berichte, betont Garbyal: Anwendung des Minicomputers Mitra 225 (DAS) oder Anwendung des Host-Rechners zur Verarbeitung der sequentiell gespeicherten Leistungsdaten.

Die sequentiell gespeicherten Daten (nach Garbyals Angaben hauptsächlich für Fine Tuning und für Benchmark-Versuche) und die Profildaten mehrerer Monate können auf Platte oder auf Band archiviert werden.

Die Plattenkapazität ist in Standardschritten ausbaufähig: 50 bis 200 MB und 300 bis 1200 MB bei jeweils vier Laufwerken.

Informationen: Thomson-CSF Elektronik, Niederlassung Koblenz, Fachbereich T.l.T.N., Bogenstraße 51, 5400 Koblenz 1, Telefon (02 61) 495 -1.