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23.11.1984 - 

Siemens AG und Universität des Saarlandes kooperieren:

Rechnernetz für Saar-Uni-Verbund

SAARBRÜCKEN (CW) - Um "Innovative Informationsstrukturen" für eine verbesserte Forschung und Lehre zu entwickeln, arbeiten die Universität des Saarlandes und die Siemens AG ab 13. November 1984 zusammen. Das Programm hat einen finanziellen Umfang von 36.8 Millionen Mark, seine Laufzeit beträgt drei Jahre.

Ähnlich wie an einigen amerikanischen Universitäten soll dieses Vorhaben Studenten und Mitgliedern der Universität an der Saar moderne Instrumente zur Informationsverarbeitung an die Hand geben. Dabei ist geplant, neben den technisch orientierten auch an geisteswissenschaftlichen Fakultäten Forschungsprojekte zu erarbeiten. Gleichzeitig wird ein gewandeltes Lernen erprobt, um auf ein verändertes Berufsbild vorbereitet zu sein, das zukünftig verstärkt den Wohnbereich als Arbeitsstätte beanspruchen wird. Dazu testen Studenten in einem mit Arbeitsplatzcomputern ausgestatteten Wohnheim diese neue Art des Studierens.

Die einzelnen Gerätekomponenten - im Laufe des Projekts insgesamt 300 Arbeitsplatzrechner PC-X und PC-MX - sollen so miteinander verknüpft werden, daß eine möglichst unbehinderte Kommunikation aller Benutzer ermöglicht wird. Der erste Schritt dieser Kooperation von Wissenschaft und Industrie sieht vor, den Ausbau eines campusüberdeckenden Netzes der Universität des Saarlandes (CANTUS) zu verwirklichen.

Universitätsprofessor Dr. Richard Johannes Meiser begrüßte es, daß dieser Feldversuch an einer Universität in der "Kernregion Europas" durchgeführt werde. Er hält es durchaus für denkbar, daß dieses Informationsnetz in seiner Weiterentwicklung alle Universitäten im Saar-Lor-Lux-Raum überdecken könnte. Als Beispiel für die bereits enge Zusammenarbeit zwischen den Akademien nannte Meiser den Verbund der Bibliotheken einiger dieser Hochschulen.