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29.03.2002 - 

Restrukturierung angekündigt

Red Hat bleibt weiter im Minus

MÜNCHEN (CW) - Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat hat im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2002 einen deutlich höheren Verlust als im Vorjahr erwirtschaftet. Nun wird das Unternehmen umstrukturiert.

Der Nettoverlust von Red Hat im vierten Quartal, das am 28. Februar endete, belief sich auf knapp 42 Millionen Dollar. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatte das Minus 24,2 Millionen Dollar betragen. Auch die Einnahmen gingen um 15 Prozent von 22 Millionen auf 18,6 Millionen Dollar zurück. Als Pro-forma-Ergebnis ohne Abschreibungen und Restrukturierungskosten wies das Unternehmen einen Gewinn von einer Million Dollar aus, knapp 50 Prozent weniger als im Vorjahr. Im gesamten Geschäftsjahr 2002 wuchs der Nettoverlust von 86,7 Millionen auf 140 Millionen Dollar an. Die Einnahmen schrumpften von 80,8 Millionen auf 78,9 Millionen Dollar.

Als Konsequenz aus den schlechten Zahlen will die Linux-Company nun ihr Betriebssystem und zusätzliche Services vornehmlich für Großkunden anbieten. Erste Erfolge in diesem Bereich seien Vertragsabschlüsse mit zehn großen Unternehmen, darunter Morgan Stanley, AOL, Siemens, die Deutsche Bank sowie die Deutsche Post. "Das Enterprise-Geschäft bietet große Chancen für uns", meldete das Unternehmen aus North Carolina.

Den erst im Februar 2001 erworbenen Geschäftsbereich Netzwerkberatung löste das Unternehmen dagegen komplett auf. In der Abteilung "Embedded Linux" wurde die Mitarbeiterzahl reduziert, da diese Sparte nach Angaben von Red-Hat-CEO Matthew Szulik nicht die erhofften Erfolge ausweisen konnte. Man verfolge im Embedded-Bereich eher einen strategischen Ansatz, hieß es. Nachdem zumindest ein Teil der Angestellten in die Kernbereiche überführt wurde, zählt die Company nun insgesamt noch 630 Mitarbeiter.

Trotzdem ist Red Hat überzeugt, in diesem Jahr die Umsatzmarke von 100 Millionen Dollar zu erreichen. Das Wachstum soll dementsprechend mindestens 26 Prozent betragen. (ajf)