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30.01.1987 - 

Wbi-Absolventen als Mittler zwischen DV-lndustrie und Anwender:

Redakteure sorgen für High-Tech-Information

MÜNCHEN (CW) - Mit dem "DV-Fachjournalisten und DV-Redakteur" will das Münchner Weiterbildungsinstitut für Datenverarbeitung und Organisation (Wbi) am 16. Februar 1987 ein alternatives Fortbildungsangebot starten. Nach eineinhalb Jahren sollen die Absolventen dann in der DV-lndustrie, aber auch bei Fachverlagen Informationen über High-Tech-Fakten transferieren können.

Kaum ein DV-Hersteller kommt ohne schreibendes Personal - in der Pressestelle oder für Veröffentlichungen von Dokumentationen - aus. Qualifizierte Redakteure mit technischem Know-how stehen indes kaum ausreichend zur Verfügung, konnte das Weiterbildungsinstitut für Datenverarbeitung und Organisation durch Marktanalysen erfahren. Diesem Mangel abhelfen will das Wbi mit einem Lehrgang zum "DV-Fachjournalisten". Es arbeitet dabei zusammen mit dem Lehrinstitut für Wirtschaft und Sprachen (LWS) in München und dem Gemeinnützigen Mittelstands-Informationszentrum für Datenverarbeitung, Organisation und Technologie (GMI), München.

Hauptsächlich drei Zielgruppen - "qualifizierte Kräfte, die zu großen Teilen als Stellungssuchende brachliegen", so die Schulleitung - sollen "höherqualifiziert" werden. Anvisiert sind zum einen bereits in herkömmlicher Technik qualifizerte Arbeitskräfte wie beispielsweise Ingenieure oder Architekten sowie zweitens Geistes-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaftler, die den Markteinstieg suchen. Zum dritten will die Münchner Bildungseinrichtung den Journalisten ohne DV-Know-how ansprechen. Nach Schätzungen stehe in der Bundesrepublik nämlich ein Potential von über 1000 stellungssuchenden Journalisten zur Verfügung.

DV-Grundlagen und, darauf aufbauend, Hardware- und Software-Details bilden die eine Hälfte des eineinhalbjährigen Lehrprogramms zusammen mit Elektrotechnik und Elektronik, Betriebswirtschaftslehre und Fachenglisch. Fachjournalistik, von Arbeitstechniken bis zum Presserecht, füllt den zweiten Teil der Weiterbildung zum DV-Redakteur. Ein Modul soll zudem Fachwissen über die Arbeit eines Dokumentationsassistenten enthalten.

Das Münchner Institut empfiehlt diese Maßnahme vor allem Fachhochschul- und Hochschulabsolventen, aber auch Abiturienten als Alternative zum Studium sowie Zeitoffizieren der Bundeswehr. Je nach Vorkenntnissen können einzelne Unterrichtsblöcke entfallen, schreibt das Wbi.

Die Fachjournalistenausbildung enthält auch ein vierteljährliches Praktikum. Erworbenes Wissen soll dann angewendet und der Kontakt zu möglichen Arbeitgebern geknüpft werden. Die Prüfung nimmt der Fachprüfungsausschuß für DV-Journalisten des GMI ab.

Den Berufseinstieg, urteilt das Wbi aufgrund seiner Umfragen, finden die Absolventen als Redakteure bei DV-Herstellern und Softwarehäusern ebenso wie auch in Fachverlagen oder bei Branchenmagazinen.

Die Teilnahme an diesem Lehrgang ist durch die Bundesanstalt für Arbeit als förderungswürdig anerkannt, der Studiengang erfüllt, so das Wbi, die Voraussetzungen zur Unterstützung nach dem Soldatenversorgungsgesetz. (Siehe Gastkommentar Seite 8).

Informationen: Weiterbildungsinstitut für Datenverarbeitung und Organisation, gemeinnütziger Schulträgerverein e.V., Leonrodstraße 68, 8000 München 19,

Telefon 089/1 23 12 22.