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10.07.2012 - 

Onlinehändler erhöhen Umsatzerwartung

Redcoon und GetGoods weiter auf Wachstumskurs

Einen Umsatz von 500 Millionen Euro erwartet Redcoon für 2012, der Rivale GetGoods liegt mit einem Jahresziel von mindestens 400 Millionen Euro nur knapp dahinter. Redcoon-Chef Reiner Heckel äußerte seine Umsatzprognose in der aktuellen Printausgabe der FAZ. Der anvisierte Jahresumsatz von 500 Millionen würde im Vergleich zu 2011 (Umsatz: 432 Millionen Euro) einer Steigerung um rund 16 Prozent entsprechen. Wie der Redcoon-Chef gegenüber der FAZ erklärt, liege der Monatswarenumschlag des seit Mitte 2011 mehrheitlich zur Media Saturn Holding (MSH) gehörenden Elektronikversenders aktuell bei rund 180.000 Produkten. Nach Fertigstellung des derzeit im Bau befindlichen neuen Redcoon-Logistikzentrums in Erfurt (Channelpartner berichtete), erwartet Heckel sogar eine noch rasantere Umsatzentwicklung: „2016 oder 2017 wollen wir eine Milliarde Umsatz erreicht haben“, so der Redcoon-Gründer gegenüber der FAZ. Die Kapazitäten des Lagerstandorts in Erfurt seien sogar auf Umsätze bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich ausgelegt.
Redcoon-Chef Reiner Heckel hat die Umsatz-Milliarde im Visier.
Redcoon-Chef Reiner Heckel hat die Umsatz-Milliarde im Visier.

Einen Umsatz von 500 Millionen Euro erwartet Redcoon für 2012, der Rivale GetGoods liegt mit einem Jahresziel von mindestens 400 Millionen Euro nur knapp dahinter. Redcoon-Chef Reiner Heckel äußerte seine Umsatzprognose in der aktuellen Printausgabe der FAZ. Der anvisierte Jahresumsatz von 500 Millionen würde im Vergleich zu 2011 (Umsatz: 432 Millionen Euro) einer Steigerung um rund 16 Prozent entsprechen.

Wie der Redcoon-Chef gegenüber der FAZ erklärt, liege der Monatswarenumschlag des seit Mitte 2011 mehrheitlich zur Media Saturn Holding (MSH) gehörenden Elektronikversenders aktuell bei rund 180.000 Produkten. Nach Fertigstellung des derzeit im Bau befindlichen neuen Redcoon-Logistikzentrums in Erfurt (ChannelPartner berichtete), erwartet Heckel sogar eine noch rasantere Umsatzentwicklung: „2016 oder 2017 wollen wir eine Milliarde Umsatz erreicht haben“, so der Redcoon-Gründer gegenüber der FAZ. Die Kapazitäten des Lagerstandorts in Erfurt seien sogar auf Umsätze bis zu 1,5 Milliarden Euro jährlich ausgelegt.

Die Bedeutung der Übernahme von Redcoon für Media-Saturn hatte zuletzt Metro-Chef Olaf Koch in einem Interview mit der Bild am Sonntag betont: „Mit dem Kauf von Redcoon haben wir anerkannt, dass das Online-Geschäft keine Modeerscheinung ist“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Handelskonzerns. Der Metro-Chef räumte Versäumnisse von Media-Saturn im E-Commerce ein, geht aber davon aus, dass der Retailer im Onlinehandel noch immer ein „Riesen-Potenzial“ hat: „Wir sind überzeugt, dass wir mit unseren beiden neuen Online-Shops auf Saturn.de und Mediamarkt.de in kürzester Zeit einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erreichen werden“, so Koch in der BamS.

Sollten sich die Erwartungen von Koch und Redcoon-Chef Reiner Heckel bestätigen, wäre ein kombinierter Online-Umsatz der Media-Saturn-Gruppe in Milliarden-Höhe in greifbarer Nähe. Im vergangenen Jahr hatte der inzwischen geschasste MSH-Finanzchef Rolf Hagemann mit seiner Vorgabe von 5 Milliarden Euro Online-Umsätz bis 2015 noch allgemein für Kopfschütteln gesorgt (ChannelPartner berichtete).

GetGoods steigert Quartalsumsatz um 51 Prozent

Während das Online-Geschäft der MSH langsam anspringt, setzt der in Frankfurt/Oder beheimatete Elektronikversender GetGoods sein rasantes Wachstum fort. Wie das Unternehmen nun vermeldete, konnte der Umsatz im ersten Quartal 2012 um 51 Prozent auf 83,7 Millionen Euro gesteigert werden. Maßgeblich dazu beigetragen habe auch die Übernahme des Onlinehändlers Home of Hardware (HoH) im vergangenen Jahr. Wie GetGoods in seiner Umsatzmitteilung erklärt, hätte der Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres noch höher liegen können: „Dämpfend wirkten sich im ersten Quartal 2012 die marktbekannten Lieferprobleme einiger OEMs aus, so dass hier nicht das volle Umsatzpotenzial realisiert werden konnte.“ Parallel zum Umsatz entwickelte sich auch das Geschäftsergebnis von GetGoods positiv. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg das EBIT um 11 Prozent auf 1,4 Millionen Euro.

GetGoods bekräftigt in der Umsatzmeldung das Jahresziel von mindestens 400 Millionen Euro Umsatz und einer EBIT-Marge von rund 2,5 Prozent. Das rasante Wachstum des 2007 gegründeten Onlinehändlers, der bereits Ende 2010 die 100-Millionen-Euro-Marke übersprang, lässt in Finanzkreisen die Phantasie blühen: So hält es der „Versandhausberater“ für möglich, dass GetGoods bereits in diesem Jahr die Umsatz-Schallmauer von 500 Millionen Euro erreicht. Und das Magazin „Der Aktionär“ meldete Übernahmegerüchte um GetGoods. Der Name des angeblichen Kaufinteressenten: Media-Saturn. (mh)

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