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10.10.1986 - 

NC-Technik für Facharbeiter und Manager:

REFA: Bausteine für ein CIM-Konzept

DARMSTADT (CW) - In einem rund 400 Stunden dauernden Lehrgang bildet der REFA-Verband für Arbeitsstudien und Betriebsorganisation in Darmstadt zum NC-Organisator aus. Schwerpunkte der stufenweisen Ausbildung liegen neben der Vermittlung von technologischen Grundlagen und der Programmierung von CNC-Maschinen auf der organisatorischen Einbindung in das Unternehmenskonzept.

Für unterschiedliche Arbeitsgebiete und entsprechend der Vorbildung der Teilnehmer wurden vier verschiedene Qualifikationsstufen geschaffen. Der Interessent soll damit seinen Ausbildungsgang individuell festlegen können.

Die Spezialausbildung zum REFA-NC-Organisator kann jeweils mit kurzen zeitlichen Unterbrechungen, in denen der Mitarbeiter wieder dem Betrieb zur Verfügung steht, absolviert werden. In 416 Stunden wird der REFA-NC-Organisator mit Fragen vertraut gemacht, die mit der Einführung dieser neuen Technik verbunden sind. Er soll befähigt werden, Tätigkeiten selbständig an der CNC-Maschine auszuführen, NC-Programme zu erstellen, einzugeben, zu verarbeiten sowie zu optimieren. Der Überblick über die verschiedenen Organisationsmethoden der Fertigung und Konstruktion soll ihn befähigen, ablauforganisatorische Vorschläge für die NC-Organisation im Werkstattbereich zu machen. Schließlich ist er in der Lage, das Vorgehen bei der Teileauswahl festzulegen, Wirtschaftlichkeitsnachweise zu führen, Methoden der Anforderungsermittlung einzuführen sowie die beim Einsatz von CNC-Maschinen zweckmäßigen Entlohnungsmethoden anzuwenden, schreibt REFA.

Diese anwendergerechte NC-Qualifizierung basiere auf einer praxisnahen Vermittlung von Kenntnissen. Es kämen Lehrmethoden, wie Simulation am Personal Computer praktische Übungen an CNC-Maschinen und Bearbeitungszentren zur Anwendung. Die Lehrkräfte rekrutierten sich aus der Praxis und könnten somit den Teilnehmern konkrete Hinweise zur Vermeidung von Fehlern geben sowie bereits realisierte Entwicklungen zur flexiblen Automatisierung in der Fertigung darstellen.

Die Ausbildung wird im Rahmen des Arbeitsförderungsgesetzes (AFG) gefördert und richtet sich an Interessenten aus dem Kreis von Facharbeitern, Vorarbeitern, Meistern, Fertigungsplanern und Technikern sowie Fertigungsingenieuren und Führungskräften, die sich in die NC-Technik einarbeiten wollen.

Auch Führungskräften und Sachbearbeitern, die mit Entlohnungsfragen, mit Fragen der Personalbeschaffung und Wirtschaftlichkeit beschäftigt sind, bietet diese Spezialausbildung mit einzelnen Blöcken die Möglichkeit, fundierte Kenntnisse zu erwerben.

Im Kürzel liegt die Würze

Die NC-Technik, so der allgemeine Oberbegriff, basiert auf dem Prinzip der "Steuerung durch Zahlen" (Numerical Control). In numerischen Steuerungen sind Mikroprozessoren integriert, so daß durch Systemprogramme eine Anpassung an verschiedene Maschinen erfolgen kann. Zugleich sind weitere Möglichkeiten wie die manuelle Eingabe und Korrektur von Teilprogrammen gegeben. Um diese Fertigungssysteme von Geräten mit herkömmlichen Steuerungen unterscheiden zu können, wird das bedeutsame "C" (Computer) zu dem Kürzel NC hinzugefügt.

Damit die Möglichkeiten dieser Technik umfassend zu nutzen sind, müssen die Systeme in das Unternehmenskonzept organisatorisch eingebunden werden. Der konsequent gestaltete Einsatz der NC-Technik bildet die Basis für die Einführung weiterer DV-gestützer Systeme im Rahmen eines Computer-Integrated-Manufacturing-(CIM-) Konzeptes.