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27.07.2001 - 

Kaum Wettbewerb im Ortsnetz

Reg TP attackiert Telekom

MÜNCHEN (CW) - Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat der Deutschen Telekom vorgeworfen, den Wettbewerb im Ortsnetz mit Verzögerungstaktiken zu behindern. Der ehemalige Monopolist ist nicht nur im Ortsnetz, sondern auch im Festnetz noch immer klar dominant.

Die Kritik des Präsidenten der Regulierungsbehörde, Matthias Kurth, bezieht sich vor allem auf die zunehmenden Eilverfahren der Telekom gegen die Reg TP. Damit, so Kurth, versuche der Bonner Konzern, die Umsetzung von Behördenentscheidungen zu blockieren. "Man kann schon auf den Gedanken kommen, dass da auf Zeit gespielt wird", sagte der Reg-TP-Chef gegenüber der Tageszeitung "Financial Times Deutschland".

Bei den umstrittenen Eilverfahren geht es um zentrale Fragen des Wettbewerbs im Orts- und Festnetz - etwa um das Line Sharing, das die Spaltung der Telekom-Leitungen zum Endkunden in einen Sprach- und einen Datenkanal vorsieht, sowie um ein neues Verfahren, nach dem die Telekom mit ihren Konkurrenten abrechnet. Danach sollen sich die Verbindungspreise künftig nicht mehr nach der Entfernung, sondern nach der Zahl der benutzten Elemente im Netz des magentafarbenen Riesen richten.

Auch drei Jahre nach der Liberalisierung des TK-Marktes ist die Telekom im Orts- und Festnetz noch immer klar dominant. So kontrolliert der ehemalige Monopolist die Leitungen zum Kunden ("letzte Meile"). Die Konkurrenten müssen die Verbindungen bei der Telekom mieten, da sie es sich nicht leisten können, eigene Leitungen in jedes Haus zu verlegen. Laut Kurth hat die Telekom bereits einen großen Teil der Mietleitungsaufträge abgewickelt. Allerdings verzögere der Konzern die anschließende Umschaltung. Die Regulierungsbehörde will daher schärfere Sanktionen - etwa verbesserte Möglichkeiten für Schadensersatzforderungen - erlassen.