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19.12.1980

Regelung über Tarifverträge und Sicherheitsrichtlinien:Kein Gesetz über Bildschirmarbeit

BERLIN (gr) - Ein Gesetz über die Arbeit am Bildschirm wird es in näherer Zukunft nicht geben. Statt dessen, so erklärte Achmed Cakir vom Ergonomic-lnstitut für Arbeits- und Sozialforschung und damit Veranstalter des Berliner Kongresses "Das Datensichtgerät als Arbeitsmittel", könne das Bundesarbeitsministerium die Sicherheitsrichtlinien des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften als verbindlich erklären.

Der Gesetzgeber argumentiert, so erläutert Cakir, daß die Entwicklung der Bildschirmarbeit noch zu sehr im Flusse sei, um ihre Handhabung mittels eines Gesetzes festzuschreiben. Vielmehr müsse versucht werden, die zunehmende Nutzung von Sichtgeräten mit flexiblen Mitteln zu steuern. Falls die Kräfte der Sozialpartner Arbeitgeber und Gewerkschaften nicht ausreichten, könne immer noch auf eine gesetzliche Regelung zurückgegriffen werden. Über die Anwendung der "Sicherheitsregeln für Bildschirm-Arbeitsplätze im Bürobereich", die der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Bonn, verabschiedet hat, könnten Erfahrungen gesammelt werden. Die Regeln gewinnen ab l. Januar 1981 Gültigkeit. Damit ließen sich die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen der Bildschirmarbeit verbessern.

Die Arbeitgeberverbände dagegen sind nicht an einer kollektivrechtlichen Regelung der Bildschirmarbeit interessiert. In einem Referat sprach sich Dr. Peter Knevels, Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, "generell, jedoch nicht prinzipiell" gegen kollektive Regelungen aus. Wenn nur geeignete Arbeitnehmer an Bildschirm-Arbeitsplätzen eingesetzt werden und die Arbeitsplätze selbst "nach dem heutigen gesicherten Wissensstand unter Nutzbarmachung jüngster technischer Entwicklung" eingerichtet seien, bedürfe es überhaupt keiner Sonderregelung für diese Art der Tätigkeit. Die gewerkschaftlichen Forderungen zur Arbeit am Bildschirm seien damit teilweise nicht berechtigt, zum Teil sogar rechtlich unzulässig.