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22.09.2000 - 

Neu: Elementbasierte Tarifierung

Regulierer ändert Modell für Interconnection

22.09.2000
MÜNCHEN (CW) - Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) hat das Tarifmodell für die Zusammenschaltung der Netze alternativer Carrier mit dem der Deutschen Telekom geändert. Die dafür fälligen Gebühren richten sich künftig nach der Anzahl der benutzten Netzkomponenten.

Bislang mussten TK-Anbieter, die das Netz der Telekom benutzten, dafür eine Gebühr bezahlen, deren Höhe abhängig von der zu überbrückenden Entfernung war. Das ist ab dem 1. Juni 2001 anders: Ab dann wird danach abgerechnet, wie viele Netzkomponenten der Telekom ein durchzuleitender Anruf passiert.

Dem neuen Konzept liegt eine Logik zugrunde, die TK-Netze in zwei Ebenen trennt. Neben 23 Grundeinzugsbereichen - dies sind Ballungszentren mit großen Vermittlungsstellen wie Hamburg oder München - gibt es insgesamt 475 lokale Einzugsbereiche. Um ein Gespräch Ende zu Ende zu schalten, müssen Verbindungen zwischen diesen errichtet werden. Je nach deren Anzahl erfolgt nun die Einteilung in Tarifstufe I (1,24 pro Minute in der Hauptzeit), II (1,9 Pfennig) oder III (2,9 Pfennig). "Das System ist relativ kompliziert", räumt Rudolf Boll, Sprecher der Reg TP, ein.

Ein Carrier, der über die maximale Anzahl Zusammenschaltpunkte mit der Telekom verfügt, kann alle Teilnehmer zum günstigsten Tarif erreichen. Die Mindestanzahl der Interconnect-Punkte muss demnach 23 betragen, damit das Modell II gilt. Grundsätzlich gilt: Wer das Netz der Telekom stärker nutzt (also weniger auf eigene Leitungen zurückgreift), zahlt mehr.

Aus Sicht der Telekom ist diese Neuregelung "nicht zufriedenstellend". Ulrich Lissek, Sprecher des Bonner Carriers, kritisiert, dass die Telekom anderen international agierenden Anbietern den Zugang zu ihrem Netz zu einem wesentlich niedrigeren Preis gewähren muss, als dies umgekehrt der Fall sei. Eine Gleichbehandlung sei somit nicht gegeben.