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11.01.2002 - 

Preissteigerungen für Power-Surfer?

Regulierer überprüft T-DSL-Tarife

BONN (CW) - Power-Surfer, die mit dem DSL-Service der Telekom ins Internet gehen, müssen künftig eventuell mehr zahlen. Die Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (Reg TP) überprüft nämlich erneut die T-DSL-Tarife des Bonner Carriers wegen des Verdachts auf Preisdumping.

Während die Telekom sich über zirka 2,2 Millionen T-DSL-Kunden freut, erreichte sie aus der Regulierungsbehörde eine Nachricht, die diese Erfolgsstory stoppen könnte: Der Regulierer überprüft erneut die Tarife für den schnellen Internet-Zugang der Telekom. Stein des Anstoßes ist, dass der Konzern seinen Service nicht kostendeckend anbiete.

Vorwürfe, die an sich nichts Neues sind, denn im März 2001 hatte die Reg TP die T-DSL-Preise schon einmal überprüft. Damals kam der Regulierer zu dem Ergebnis, dass der Bonner Carrier seinen Datendienst nicht kostendeckend vermarkte. Allerdings räumte die Behörde ein, dass dies in der Markteinführungsphase einer neuen Technologie durchaus zu billigen sei. Um dennoch den DSL-Wettbewerb zu fördern, machte die Reg TP der Telekom im Frühjahr 2001 einige Auflagen. So wurde der Carrier verpflichtet, die Miete für die Teilnehmeranschlussleitung (das Kupferkabel von der Ortsvermittlung zum Endkunden) zu senken; ferner, falls gewünscht, nur den für DSL notwendigen Frequenzbereich zu vermieten (Line Sharing) sowie der Konkurrenz Mietleitungen schneller bereitzustellen.

Auflagen, die der Bonner Konzern größtenteils nicht erfüllte. Entsprechend begründet Matthias Kurth, Präsident der Reg TP, die Einleitung des neuen Verfahrens: "Leider hat die Deutsche Telekom die Chance, durch eigene Anpassungsmaßnahmen die wettbewerbliche Schieflage im DSL-Markt zu beseitigen, nicht genutzt." Auf Seiten der Telekom gibt man sich unschuldig und leugnet jegliches Preisdumping. Vielmehr seien die Tarife kostendeckend kalkuliert, allerdings nicht mit Kundenzahlen, die sich auf einen Zeitraum von ein bis zwei Monaten beziehen. (hi)

Line SharingWie das von der Reg TP geforderte Line Sharing heute in der Praxis aussieht, zeigt das Beispiel des Kölner DSL-Anbieters QSC. Das Unternehmen hat mit der Telekom einen Vertrag geschlossen, um seine DSL-Services zu realisieren. Für die Anmietung einer Teilnehmeranschlussleitung im Line-Sharing-Verfahren zur Datenübertragung verlangt die Telekom 14,65 Euro im Monat. Wird jedoch eine Telefonleitung der Telekom komplett (also inklusive Sprachtelefonie) auf einen anderen Carrier umgestellt, so muss dieser hierfür nur 12,47 Euro bezahlen - ein Preis, den die Reg TP festsetzte.