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26.03.1999 - 

Zahlt die Online-Gemeinde die Zeche?

Regulierer verhindert niedrige Ortsgepräch-Tarife der Telekom

MÜNCHEN (hi) - Die Bonner Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RTP) hat ein Machtwort gesprochen. Die neue Tarifstruktur der Deutschen Telekom fand nur in Teilen die Gnade der TK-Oberaufseher.

Der Regulierer genehmigte das neue Tarifkonzept der Bonner nicht vollständig. Während die angekündigte Preissenkung der Telekom für Ferngespräche am Abend auf sechs Pfennig je Minute (tagsüber 24 Pfennig) das Plazet der Behörde fand, lehnte sie die angedachten Ortsnetztarife ab.

Der Präsident der Regulierungsbehörde, Klaus-Dieter Scheurle, begründete das Verbot mit Wettbewerbsgründen. Der angestrebte Preis von drei Pfennig je Minute, so seine Argumentation, könne nicht kostendeckend sein. Schließlich verlange die Telekom von anderen Carriern beim Zugang zum Kunden allein für die Netznutzung mindestens 2,48 Pfennig. Die Konkurrenten der Telekom begrüßten die Ortsnetz-Entscheidung.

Trotz dieses negativen Bescheids blies Telekom-Chef Ron Sommer kein Trübsal. Im Vorfeld der CeBIT versprach er, die Preise für Auslandsgespräche um bis zu 50 Prozent zu senken. Gleichzeitig dämpfte der Manager die Hoffnung von Sparfüchsen auf weitere Reduzierungen: "Ein Ende der Preissenkungen ist in Sicht, wenn auch noch nicht endgültig." Wohin die Reise gehen könnte, zeigen Wettbewerber wie das Düsseldorfer 01051-Team: Die Gesellschaft verlangt tagsüber neun Pfennig für Ferngespräche.

Internet-Surfer können beim Abfragen ihrer E-Mails trotzdem sparen: Zahlreiche Provider ermöglichen die Einwahl zum Ortstarif über andere Carrier. Im Gegensatz zur Telekom rechnen sie sekundengenau ab und nicht im Vier-Minuten-Takt, womit der Anwender bei kurzen Verbindungen spart.