Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

07.02.2003 - 

Trend Micro schnürt Komplettpaket mit zentraler Konsole für Unternehmen

Reinigungs-Tool räumt mit Viren auf

MÜNCHEN (CW) - Trend Micro baut seine Enterprise Protection Strategy (EPS) aus: Neben einer zentralen Management-Konsole bietet der Hersteller neue Services, die eine Verbreitung von Viren möglichst verhindern sollen. Lässt sich eine Attacke dennoch nicht vermeiden, hilft Trend Micro bei der Beseitigung der Schäden.

Im vergangenen Herbst hat Trend Micro EPS als Antwort auf die steigende Zahl von hybriden Computerviren eingeführt. Durch die Kombination von Antiviren-Tools, zentralem Management, Services und Spezialwissen soll der Vermehrung der elektronischen Schädlinge entgegengewirkt werden. "Ziel ist es, Computerviren während aller Phasen eines Ausbruchs zu bekämpfen", erklärt Steve Chang, Chairman und CEO von Trend Micro. Nur so lasse sich ein Unternehmen wirksam schützen.

Wichtiger Bestandteil dabei sind die Outbreak Prevention Services (OPS): Sie sollen greifen, solange es für die Scan-Engine noch keine aktuelle Signatur eines neuen Virus gibt. Mit Hilfe von vordefinierten Regeln und Informationen will der Hersteller dann beispielsweise verhindern, dass bestimmte Dateitypen, die Eigenschaften eines neuen Schädlings aufweisen, ins Firmennetz gelangen. Die Verteilung der Regeln erfolgt dabei über den Trend-Micro-Support oder den "Outbreak Commander", ohne dass der Administrator tätig werden muss. Neben Windows-Servern unterstützen die OPS jetzt auch File-, Web- und Messaging-Server, die unter Linux und Solaris laufen. Geschützt werden zudem Rechner, die über Remote-Access-Verbindungen ans Unternehmensnetz angeschlossen sind.

Reinigungsdienst kostet extra

Trotz aller Vorsichts- und Gegenmaßnahmen ist ein Virenbefall aber nie ganz auszuschließen. Deshalb widmet sich Trend Micro außerdem der Beseitigung eventueller Schäden. Der Hersteller hat seine "Damage Cleanup Services" überarbeitet, die Systeme nach einer gelungenen Virenattacke bereinigen. EPS-Kunden bekommen nun an den jeweiligen Virentyp angepasste Reinigungs-Tools, die laut Trend Micro die Windows-Registrierdatenbank effektiver wiederherstellen. Außerdem stöbern sie eventuell noch vorhandene Trojanische Pferde auf, über die sich Hacker zu einem späteren Zeitpunkt Zugang zum Netz verschaffen könnten. Auch versteckte Gastkonten sollen so enttarnt werden.

Die Reinigungsdienste sind gesondert als Server-basierende Software zu beziehen, ferner bietet Trend Micro sie als Zusatzfunktion zu seinen Produkten "Officescan" und "Serverprotect". Die neuen Services bekommen EPS-Kunden im Jahresabonnement. Die Kosten betragen je nach Installationsgröße zwischen einem und sechs Dollar.

Analyse und Auswertung

Als zentrale Kontrollinstanz nicht nur für das Management aller vorhandenen Trend-Micro-Produkte und zur Verteilung von Virensignaturen, sondern auch während aller Phasen einer Virenattacke positioniert der Hersteller die Version 2.5 seines "Control Manager". Als Kernstück von EPS soll die Software verdächtige Vorgänge protokollieren und Informationen über entdeckte und beseitigte Viren zusammentragen. Neue Reporting-Funktionen helfen bei der Konsolidierung der gesammelten Daten, die der Control Manager in der aktuellen Version jetzt auch grafisch darstellen kann.

Darüber hinaus erweitert Trend Micro andere Produkte um die Outbreak Prevention Services. Neben "Interscan Webprotect 1.5" handelt es sich dabei um die speziell auf Messaging ausgerichteten Lösungen "Interscan Messaging Security Suite" (Version 5.1), "Scanmail for Microsoft Exchange" (Versionen 6.1 und 3.81) sowie "Scanmail for Lotus Notes" (Version 2.6). Die Messaging Security Suite kostet bei 250 Anwendern rund 8000 Euro, für die anderen Produkte fallen jeweils rund 6150 Euro in der Version für 250 Nutzer an. (ave)