Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

27.02.1981 - 

SQLDS extrahiert aus einer DLI DOSVS-Umgebung:

Relationale Datenbank für DOS/VSE-Benutzer

CW-Bericht, Dieter Eckbauer

STUTTGART - Als "relationales Programmprodukt" hat der Unternehmensbereich Datenverarbeitung der IBM Deutschland GmbH jetzt das Datenbanksystem SQL/DS (Structured Query Language/Data System) angekündigt. Das "Benutzersystem für Spontanabfragen" (IBM-Werbung) läuft auf "konventioneller" Hardware, die von DOS/VSE unterstützt wird ("SQL/DS - und was darunter zu verstehen ist" von Dr. Edgar F. Codd, Vater des Relationenmodells, Seiten 3 bis 51.

Das neue , Lizenzprogramm (Monatsgebühr 720 Mark) ergänzt das hierarchische Datenmanagement-System DL/I DOS/VS (Data Language/I Disk Operating System/,Virtual Storage), für das die Stuttgarter Verbesserungen mit der Version 1.6 bekanntgaben (Tabelle).

SQL/DS soll DOS/VSE-Anwendern die interaktive Abfrage von Daten, vor Generieren von Berichten und Auswertungen sowie die Speicherung und Handhabung von Benutzerdaten in einer relationalen ermöglichen. Dabei wird SQL/DS als Weiterentwicklung des IBM-Prototyps "System R" bezeichnet (siehe Codd-Artikel). Mit seiner relationalen Datenstruktur unterstütze es Bereiche, in denen Daten- und Anwendungserfordernisse häufigen Änderungen unterworfen seien.

Mit Hilfe einer im SQL/DS enthaltenen Extrakt-Einrichtung, einer Art Zwischendatenbank, können IBM-Angaben zufolge in DL/I DOS/VS-Datenbanken gespeicherte Informationen in die relationale Form überführt werden.

Der Effekt für den Benutzer, der nach IBM-Vorstellung in der Fachabteilung sitzt: Auch diese Daten sind mit der Query-Sprache SQL für Adhoc-Abfragen zugänglich. Entsprechende zukünftige Ankündigungen im MVS-Bereich (CICS, IMS, TSO) sowie für VM (CMS) würden ähnliche Datenerfordernisse der Kunden berücksichtigen, teilt IBM mit.

Neben der "nicht-prozeduralen" SQL-Sprache, die leicht erlernbar sein soll, kennzeichnet die Speicherung und Darstellung der Daten in Tabellenform das "Structured Query Language/Data System". In der IBM-Programmbeschreibung heißt es dazu: "Alle Daten werden in zweidimensionalen Tabellen mit einer definierten, aber veränderbaren Anzahl von Spalten und einer beliebigen Anzahl Zeilen gespeichert."

DL/I DOS/VS Release 1.6 soll im dritten Quartal 1981 verfügbar sein. Die Auslieferung von SQL/DS ist für das erste Quartal 1981 geplant.