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21.10.2004

Renaissance von Business-TV

Neue Produktionstechnik und höhere Bandbreiten sorgen für Popularität.

Immer mehr Unternehmen erkennen die Vorzüge von Bewegtbild-Kommunikation zur raschen und kostengünstigen Information sowie Schulung von Mitarbeitern und Kunden. In den letzten Jahren haben sich zum Teil sehr unterschiedliche Techniken zur Produktion, Datenübertragung und Darstellung entwickelt. Um bei dieser schnellen Entwicklung den Überblick im Anbieter- und Applikationswirrwarr zu behalten, haben sich nun einige große Unternehmen zusammengeschlossen. Ziel ist, zusammen mit den Technologieentwicklern gemeinsame Standards zu definieren und diese einzuführen.

Gründungsmitglieder des Verbands Corporate TV Association (CTVA) sind die Allianz, Bayer, BMW, Daimler-Chrysler, Hilti, MAN, O2 und Siemens. Dazu kommen weitere technische Dienstleister und Produktionsfirmen.

BMW informiert beispielsweise die Mitarbeiter weltweit mit seinem Fernsehen "PEP tv" (PEP steht für Produkt-Entstehungs-Prozess). Das BMW-interne Programm ist eine alle 14 Tage neu produzierte, rund 15-minütige Informationssendung für weltweit alle Mitarbeiter des Produktions- und Entwicklungs-Netzwerks der BMW Group. PEP tv informiert über aktuelle Themen, Projekte und Prozesse. Es zeigt die Menschen hinter den Themen.

Mittlerweile erreicht PEP tv etwa 70000 Zuschauer. Die Beiträge können auf der PEP tv-Homepage im Intranet der BMW Group ausgesucht und mittels Real Player Streaming auf jedem PC angesehen werden.

Intranet TV bei O2

Mit dem O2 Intranet-TV informiert das Münchner Mobilfunkunternehmen alle Mitarbeiter über die wichtigsten Ereignisse in der Firma, beispielsweise über eine eigene Pressekonferenz, Mitarbeiterveranstaltung oder Führungskräftetagung.

Von der beschleunigten Information verspricht man sich auch bessere Abläufe im Unternehmen. So müssen Geschäftsführer beispielsweise ihre Reden nicht mehr zeitversetzt an verschiedenen Standorten von O2 halten, Rundschreiben sollen weniger, interne Abstimmungen schneller werden.

Intranet-TV ist gedacht als ein Medium zum Mitmachen. So können Mitarbeiter bei bestimmten Live-Übertragungen über einen Chat auch unmittelbar Fragen stellen und Anregungen geben.

"Da die Aufmerksamkeit bei bewegten Bildern höher ist, ist Intranet-TV ein Mittel zur Priorisierung" wirbt Achim Beißwenger von der Bavaria Film Interactive GmbH, die O2 bei der Einführung berät und unterstützt. Vor allem aber lassen sich filmisch "die zunehmend komplexen Sachverhalte im Arbeitsalltag schneller, verständlicher und nachhaltiger vermitteln". Beißwenger glaubt, dass auch andere Unternehmen Mitarbeiter öfter per Intranet-TV schulen und informieren werden. Dabei könne es um Produkteinführungen, Erläuterungen von Tarifen und Services sowie Prozessabläufen gehen. (hk)