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01.10.1993

Rentabilitaet der Veranstaltung fraglich IMC-Messe: Besucher gingen mit gemischten Gefuehlen nach Hause

BRUESSEL (CW) - Weder enttaeuschend noch erfolgreich - dieses Resuemee muss unter dem Messe-Schlussstrich des diesjaehrigen Document-Imaging-Kongresses im belgischen Bruessel erscheinen. Waehrend einige Besucher die Qualitaetsschwankungen bei den einzelnen Vortraegen und den angebotenen Produkten bemaengelten, klagten andere Messegaenger ueber eine duerftige Herstelleranzahl.

"Mehr als 125 Firmen aus der ganzen Welt praesentieren hier das Neueste auf dem Gebiet der Bildtechnologie", warb der Veranstalter des europaeischen Imaging-Kongresses (IMC) in seiner Broschuere um Besucher fuer die Messe in Belgiens Hauptstadt. Offenbar hatte sich jedoch mindestens die Haelfte der Produktanbieter gut versteckt. Lediglich die Halle 11 des Bruesseler Heizelgelaendes bot Besuchern Informationen rund um die elektronische Dokumentenarchivierung - und das fuer umgerechnet etwa 670 Mark pro Tag.

Gegenstand der Veranstaltung war wieder einmal die Verwirklichung eines Traums - naemlich der, des papierlosen Bueros. Immer noch, so erlaeuterte Romin Neumeister, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Software AG, Darmstadt, findet die Archivierung von Dokumenten bei DV-Unternehmen zu rund 95 Prozent auf Papier statt. Lediglich vier Prozent der Firmen bediene sich derzeit der Mikroverfilmung, und nur ein mageres Prozent setze bereits auf die Methode elektronische Ablageverfahren.

Hinsichtlich der wachsenden Papierflut sei eine elektronische Archivierung dringend noetig: Etwa eine Million neu erstellter Dokumente entstehen nach Angaben der Software AG jede Minute allein in den USA. Insgesamt rund 0,25 Dollar Kosten kaemen dabei auf ein Dokument. Auch mache Platzmangel aufgrund der ueberlasteten Papierarchive den Anwendern zu schaffen.

Software AG stellt Loesung fuer Document-Imaging vor

Fuer dieses Problem hat beispielsweise die Software AG eine Loesung parat: Um Anwendern in finanzieller und raeumlicher Hinsicht Einsparungsmoeglichkeiten zu bieten, entwickelt das Unternehmen bereits seit einem Jahr an einer Imaging-Loesung.

Auch eine kuerzlich geschlossene Kooperation mit dem Imaging- Spezialisten Imnet Systems Inc. mit Sitz Atlanta, soll die Arbeit auf dem Gebiet der elektronischen Verwaltung von bildhaft abgelegten Dokumenten vorantreiben.

Mit dem auf der Messe vorgestellten Produkt "Entire Imaging" koennen die Anwender, so die Software AG, ihre Dokumente, Unterlagen und Schriftstuecke auf diversen Medien speichern und online aus Anwendungen heraus aufrufen.

Dabei spiele es keine Rolle, ob die Dokumente optisch oder magnetisch gesichert wurden. Auch Informationen auf Mikrofilm oder Papier liessen sich integrieren. Die sogenannte Mixed-Media- Architektur ermoegliche es zudem, Speichermedien hinsichtlich Zugriffszeit, Speichervolumen, juristischer Akzeptanz sowie Wirtschaftlichkeit zuzuordnen. Dadurch koenne der Kunde verschiedene Prioritaeten fuer unterschiedlich behandelte Objekte setzen.

Wie die Software AG weiter mitteilt, basiert die Technik des En- tire Imaging auf einer Client-Server-Architektur und laeuft auf Ethernet- oder Token-Ring-Netzen. Folglich lasse sich das Produkt sowohl auf Main- frames, Abteilungsrechnern als auch in PC-LANs einsetzen. Einige Besucher der Messe zeigten sich jedoch skeptisch. Neben den Beschaffungskosten der einzelnen Loesungen fuer das Document-Imaging muesse auch der Aufwand fuer bestehende Dokumente in Betracht gezogen werden.

So sei es zuerst noetig, die ueber Jahre hinweg gesammelten Informationen zu erfassen. Demnach muessten Archive, die zumeist als Ordner oder Karteikaesten abgelegt wurden, manuell in das System integriert werden. Dies jedoch erfordere wiederum, dass Mitarbeiter aus anderen Abtei- lungsbereichen fuer diese Arbeit freigestellt werden muessten. Allein diese Aufwendungen sind in wirtschaftlicher Hinsicht oft weniger rentabel, als die bestehende Papier- Archivierung beizubehalten, geben Besucher zu bedenken.