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17.12.1993

Reorganisation zugunsten des Produktgeschaefts Die Sema Group bringt ihre Standardsoftware auf Unix-Kurs

MUENCHEN (CW) - Die Sema Group hat die Welt der offenen Systeme entdeckt. So sollen die Produkte der Standardsoftware "I-Linie" bis Ende 1994 vollstaendig unter dem AIX-Unix der IBM laufen. Begleitet wird diese Neuorientierung von Umstrukturierungsmassnahmen, die zur Schaffung einer europaweit taetigen Produktdivision fuehren soll.

"Die neuen Unix-Produkte sind keineswegs als Abloesung der bisherigen I-Linie-Software gedacht", beruhigt Rainer Eckert, Marketing-Manager der Sema Group Deutschland, Kunden, die die Standardsoftware schon auf Grossrechnern eingesetzt haben, als sie noch von ADV/Orga kam. So ziele die neue Produktlinie nicht mehr vordringlich auf Grosskunden, sondern vor allem auf mittelstaendische Unternehmen.

Ausserdem verspricht Eckert, dass die Anwender ueber einen sanften Evolutionsweg in die Client-Server-Welt gefuehrt werden. Dazu gehoert vermutlich auch, dass die I-Linie auch weiterhin nicht ohne zentralen Host auskommt, auch wenn dieser kuenftig ein Unix-Rechner sein kann. Aufgaben wie etwa die taegliche Konsolidierung von Warenbestaenden bei deutschlandweit agierenden Kaufhausketten sind laut Eckard nur zentral loesbar. Als Front-end-Systeme sieht die Sema Group OS/2 und Windows-PCs vor, fuer die schon einige Produkte existieren. Dazu gehoeren "I-Linie/Desk", eine 3270-Emulation, sowie "PC/DB-Link", ein Werkzeug, das eine Datenbankverbindung herstellt. Mit Hilfe dieser Werkzeuge koennen die Anwender Serverdaten mit PC-Werkzeugen wie Excel weiterbearbeiten. Angekuendigt ist darueber hinaus das Management-Informationssystem "FIS/APC", das mit Oracle-Daten arbeitet.

Die Sema-Group, deren Deutschlandgeschaeft nach der Uebernahme von ADV/Orga nahezu zusammengebrochen ist, will nun laut Eckert mit neuen Produkten und einer eigenen, europaweit agierenden Division "in den Markt zurueckkehren". Ziel der Dienstleistungsspezialisten sei jetzt, den Produktanteil am Umsatz von derzeit zehn Prozent in den kommenden drei Jahren zu verdoppeln.

Helfen soll dabei auch der strategische Partner IBM, dessen PPS- Produkt "CIM/Apps" kuenftig als Teil von "Ilas/Open", der Unix- Variante das Ilas-Logistikpaketes vermarktet wird. Laut Eckert treibt das Partnerunternehmen auch massgeblich die Client-Server- Strategie der Sema-Group voran.