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11.10.2007

Research in Motion verdoppelt Umsatz und Gewinn

Der Blackberry-Hersteller RIM hat im jüngsten Quartal die Prognosen übertroffen und Umsatz sowie Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) hat sein zweites Fiskalquartal (Ende: 1. September) mit neuen Rekordergebnissen abgeschlossen. Zudem übertrafen die Zahlen des Unternehmens die Erwartungen der Analysten, und die Prognose von RIM für den künftigen Geschäftsverlauf strotzte nur so vor Optimismus. Die Nachrichten führten dazu, dass es im nachbörslichen Handel zu einigen Gewinnmitnahmen kam und die zuvor gestiegene Aktie um rund zwei Prozent nachgab. Aktionäre von RIM sollte dies jedoch nicht grämen, denn seit Mai 2007 hat sich der Kurs des Papiers fast verdoppelt.

Neues Segment, neues Glück

Gründe für die guten Zahlen sind der anhaltende Erfolg des kanadischen Unternehmens in seiner traditionellen Zielgruppe der Unternehmenskunden sowie der starke Zuwachs im Geschäft mit Verbrauchern und kleinen Unternehmen. Hierfür hatte RIM spezielle Smartphones und die kostenlose Collaboration-Software "Unite" auf den Markt gebracht. Laut Co-CEO Jim Balsillie konnte das Consumer-Segment schneller als das Enterprise-Geschäft wachsen. Diese Entwicklung wolle man mit der Einführung neuer Multimedia-Geräte nutzen, so der Manager. Hierbei verwies er explizit auf das neue Gerät "Pearl 8120", das für Endverbraucher konzipiert ist und einem "normalen" Handy in nichts nachsteht.

Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Fiskalquartal von 658 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 1,37 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn wurde ebenfalls mehr als verdoppelt: Er verbesserte sich von 140 Millionen auf 288 Millionen Dollar beziehungsweise 50 Cent je Aktie. RIM lieferte im jüngsten Berichtszeitraum drei Millionen Geräte aus; insgesamt hat der Konzern nun mehr als 20 Millionen Blackberrys verkauft. Die Zahl der Abonnenten stieg um 1,45 Millionen auf über zehn Millionen.

Allerdings gibt es auch warnende Stimmen angesichts der Diversifizierungsstrategie. Laut In-Stat-Analyst Bill Hughes ist der Consumer-Markt gesättigt und das dortige Wettbewerbsumfeld mit den Lagern Windows (Microsoft) beziehungsweise Symbian (Nokia) gefährlich. Die nächste große Welle bei Handheld-Geräten erwarte er zudem im Business-Bereich. Hier habe sich RIM bereits einige Meriten erworben: "Es ist derzeit der falsche Weg, viele Ressourcen für den Endkundenmarkt zur Verfügung zu stellen", glaubt Hughes.

Auch wenn die Pearl-Smartphones für Privatkunden ein Erfolg seien, sollte RIM eher seine Nische im Unternehmensgeschäft ausbauen. "Der Aufwand für den Verbrauchermarkt lenkt das Unternehmen nur ab", so Hughes. Abgesehen davon müsse RIM bei dieser Strategie dem Einzelhandel auf Kosten anderer Bereiche eine größere Aufmerksamkeit widmen. (ajf)