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12.07.2002 - 

Entlassungen und neuer Chef

Restrukturierung bei Covisint

MÜNCHEN (CW) - Auch bei Covisint wird der Rotstift angesetzt. Angesichts der allgemeinen Konjunkturflaute erwartet der Internet-Marktplatz für die Automobilindustrie im laufenden Geschäftsjahr nur noch ein Umsatzplus von 20 bis 25 Prozent. Ursprünglich hatten die Betreiber mit einem Wachstum von 50 Prozent gerechnet.

Um das Ziel, im vierten Quartal schwarze Zahlen zu schreiben, zu erreichen, muss Covisint eigenen Angaben zufolge rund 20 Prozent seiner Kosten einsparen. Die von Daimler-Chrysler, General Motors und Ford vor zwei Jahren gegründete elektronische Einkaufsplattform für die Automobilindustrie, der sich nachträglich auch Nissan und Peugeot/Renault sowie die Softwarehersteller Commerce One und Oracle angeschlossen hatten, will sich daher von 50 ihrer knapp 300 Mitarbeiter trennen.

Auch eine Neuausrichtung ist geplant. Nach Angaben von Firmenvertretern wird sich Covisint künftig vor allem auf Auktionen und die Integration unterschiedlicher IT-Systeme konzentrieren. Die Aktivitäten im SCM-Bereich (Supply-Chain-Management) werden die Betreiber entgegen bisherigen Berichten zwar nicht einstellen. Der Bereich soll jedoch restrukturiert werden, erklärte das Unternehmen gegenüber dem US-amerikanischen Brancheninformationsdienst "Computerwire". So wurde der Exklusivvertrag mit der Firma Supply Solutions aufgelöst: Covisint-Mitglieder sind nicht länger verpflichtet, die SCM-Echtzeitanwendung "i-Supply" einzusetzen, sondern dürfen jetzt auch Lösungen anderer Anbieter nutzen.

Der bisherige President und CEO (Chief Executive Officer) Kevin English wird das Unternehmen Ende des Jahres verlassen - offiziellen Erklärungen zufolge auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen. Als ehemaliger E-Commerce-Manager bei der Investment-Bank Credit Suisse First Boston war English allerdings in der Branche nicht unumstritten. Einige Analysten hätten es als sinnvoller erachtet, die Leitung des Online-Marktplatzes einem Manager mit Erfahrungen in der Fertigungsindustrie anzuvertrauen. Etwa einem wie Harold Kutner, der jetzt die Nachfolge von English antreten soll. Der lange in der Automobilindustrie tätige Spitzenmanager war zuvor als Vice President für die weltweite Beschaffung bei General Motors zuständig. (sp)