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08.10.1993

Rethinking the mainframe

"Microsoft gegen IBM. David gegen Goliath. Wer beherrscht den Software-Markt?" Den Lesern des Wochenblattes "DIE ZEIT" wird mit dem Nachdruck eines Artikels aus dem "Wall Street Journal" eine spannende Lektuere geboten. Erkennbar ist die diebische Freude des Autors, der grossen IBM eins auszuwischen, wobei die Frage nach der Legitimation offen bleibt, ob naemlich der Autor sein Thema beherrscht. Nun kann sich der Alt-Mainframer zumindest nicht dadurch wehren, dass er auf blendende Unternehmenszahlen verweist. Der blaue Riese liegt mit Koma-aehnlichen Symptomen danieder: keine Aussicht auf schnelle Besserung, ohne dass sich der Patient dessen bewusst ist - wie alle anderen wissen. Keine Aufmerksamkeit findet in der Oeffentlichkeit allerdings die entscheidende Frage, wie sich dieses Koma auf das DV-politische System bei den IBM-Kunden auswirkt. Hier zeichnet sich ein Wandel ab. Das amerikanische Wirtschaftsmagazin "Business Week" zitiert den Boeing-Boss Frank A. Shrontz, der dem IBM-Chef Gerstner geradezu beschwoerend einredet: "We are so dependent on IBM that your success is almost as important as our own." Dieses Bekenntnis sollte auf Steintafeln eingehauen werden, die man auf das Mainframe-Grab legt - und die Bemerkung dazu: "Bin gleich zurueck." Ob wohl die ZEIT-Leser diesen Witz verstehen wuerden?