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22.01.1999 - 

Revival des Rechenzentrums/Kommentar

Retrodesign in der DV-Welt?

Wenn Anwender von Rezentralisierung reden, heißt das nicht, daß sie die PCs verscherbeln; und wenn jetzt die COMPUTERWOCHE über das Thema schreibt, bedeutet das nicht, daß Client-Server- Computing out und Retrodesign auch bei DV-Systemen angesagt sei. Der Maybach markiert durchaus nicht das Ende der C-Klasse oder des Golf.

Allerdings wäre es wohl schlecht um die Hersteller von Kleinwagen bestellt, wenn deren Kunden die Ventileinstellungen ändern müßten, bevor sie einen Beifahrer mitnehmen dürfen. Mainframes haben nicht einfach bei Oldtimerfreunden überlebt, sondern die Hersteller der Oberklasse haben ihre Topmodelle mit dem Feinsten ausgestattet, was der Stand der Technik zu bieten hat. (IBMs 390er sind nicht mehr geschlossene Systeme, sondern offene Web-fähige Server). Die Unfähigkeit der PC-Industrie, insbesondere von Microsoft, zuverlässige Systeme zu bauen, hätte einen Automobilkonzern wie VW längst in den Ruin getrieben.

So ist die aktuelle Debatte um die Wiedergeburt des Rechenzentrums nicht Ausdruck des Wiedererstarkens eines reaktionären Flügels unter IT-Verantwortlichen, sondern die Konsequenz aus unzureichender PC-Leistung - vor allem von zwar deren Software, denn Intel-CPUs tun auch in einigen der großen "kritischen" DV- Systeme ihre Arbeit. Die Anbieter haben Probleme wie Ausfallsicherheit, Fehlertoleranz, Administrationsaufwand nicht in den Griff bekommen und das Versprechen der Kompatibilität nicht eingehalten.

Die vorläufige Zusammenfassung der Kritik läuft unter dem Schlagwort Total Cost of Ownership (TCO). Das Ergebnis der Debatte ist kein Rückfall in die 60er und 70er Jahre, sondern das Anerkennen der verschiedenen Stärken und Schwächen von DV-Systemen und der Versuch, sie zu integrieren.