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02.09.1994

Retten, was nicht zu retten ist Xephon-Studie: Lebenshilfe fuer Legacy-Systeme gesucht

02.09.1994

MUENCHEN (CW) - Tips und Ratschlaege, um aus Software-Altlasten maximalen Nutzen zu ziehen, enthaelt die Studie "Extending the Life of Legacy Systems" vom britischen Marktforschungsunternehmen Xephon Plc. Grossrechnererfahrene Hersteller wie etwa Computer Associates und Beratungsfirmen wie Andersen zeigen auf, wie ueberalterte Systeme noch am Leben gehalten werden koennen.

Anwendungssysteme aus den 70er und 80er Jahren bereiten den DV- Verantwortlichen so grosse Kopfschmerzen, dass sie von "drueckenden Altlasten" reden, stellt die in Newsbury ansaessige Xephon Plc. fest. Gleichzeitig jedoch unterstuetzten sie in der Regel die wichtigsten Geschaeftsprozesse des Unternehmens. Das Resultat: Die erwarteten Kosten und Stoerungen des Geschaeftsbetriebs bei Neuentwicklung und Ersatz der veralteten Loesung erscheinen den Verantwortlichen in der Regel als unakzeptabel. Xephon folgert: "Es gibt daher kaum eine Alternative zur Fortsetzung der Flickschusterei."

Doch High-speed-Vernetzung und das Client-Server-Paradigma sorgen dafuer, dass jedem Legacy-System die Stunde schlaegt, stellt das Marktforschungsinstitut fest. Die "geerbten" Systeme, in englisch Legacy Systems, weisen laut Xephon gemeinsame Merkmale auf: "Sie sind mindestens fuenf Jahre alt; sie werden seit mindestens drei Jahren geaendert und gewartet und benutzen 3270-Bildschirme statt PCs als Benutzerschnittstelle; vom urspruenglichen Design- und Entwicklungsteam sind nur noch wenige oder keine Mitglieder mehr im Unternehmen; sie sind sehr umfangreich und unueberschaubar mit anderen Systemen verknuepft."

So macht es nach Meinung des britischen Marktforschers Sinn, den Zeitpunkt fuer die Ausmusterung so weit als moeglich hinauszuzoegern. Mittel und Strategien, die die wirtschaftliche Lebensdauer von Altlasten verlaengern koennen, werden in der Studie vorgestellt, die Vor- und Nachteile eroertert: Screen-Scraper (existierende 3270- Anwendungen mit grafischen Oberflaechen aufpeppen), Client-Server- Funktionalitaet aufsetzen, automatische Migration und Einbindung von Standardsoftware. Die Studie kostet rund 330 Mark. In Deutschland wird sie von der SCIC Unternehmensberatung GmbH, Aichach, angeboten.