Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.01.2003 - 

IT-Hersteller bekennen sich zum neuen I/O-System

Rettungsaktion für Infiniband

MÜNCHEN (CW) - Nach dem Rückzug dreier IT-Schwergewichte aus dem aktiven Infiniband-Lager schien das vorzeitige Aus der I/O-Technik besiegelt. Anlass zu neuer Hoffnung für das Bussystem, das als künftiger Standard für den schnellen Datenaustausch zwischen Servern, Clustern und Speichergeräten propagiert wird, geben jetzt allerdings Produktankündigungen von IBM, Sun und Dell.

Der Kreis der aktiven Branchengrößen unter den Infiniband-Verfechtern wird kleiner: Nach den beiden Drahtziehern Intel und Microsoft hat IBM im vergangenen Monat sein Engagement für die I/O-Technik in spe ebenfalls zurückgefahren. Entgegen ursprünglichen Plänen wollen die Armonker nun doch keine Stand-alone-Infiniband-Chips selbst entwickeln.

Infiniband wurde ursprünglich als Universal-I/O-Lösung und damit als Ersatz für den bislang vorherrschenden PCI-Bus (PCI = Peripheral Component Interconnect) beworben, in der kommerziellen DV bislang allerdings verschmäht. Der Switch-Fabric-basierende Standard, der Datentransferraten von 2,5 (1x) bis 30 Gbit (12x) pro Sekunde verspricht, soll vor allem Verbindungen von Servern zu externen Speichern oder Speichernetzen beschleunigen und mit den bestehenden Verfahren Fibre Channel und Ethernet zusammenarbeiten.

Nun haben IBM, Sun und Dell angekündigt, in den kommenden 24 Monaten Produkte mit Infiniband auf den Markt zu bringen. Sun will künftig alle Server - von den für 2004 angekündigten Blade-Rechnern bis hin zu Highend-Unix-Maschinen - mit der Technik ausstatten. Zudem sollen die künftigen Versionen des Solaris-Betriebssystems Infiniband unterstützen.

Direktanbieter Dell werde seine Poweredge-Server mit Inifiniband ausrüsten, erklärt Jimmy Pike, Leiter des Bereichs Server-Architekturen. IBM will das Verfahren in allen Reihen seiner E-Server einsetzen. Den Anfang sollen die Intel-basierenden Maschinen der X-Series machen, die Systeme der I-, P- und Z-Series in den beiden nächsten Jahren folgen. Einzig Hewlett-Packard (HP), Mitgründer der Infiniband Trade Association, hält sich mit konkreten Infiniband-Plänen derzeit noch zurück. (kf)