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18.07.2005

RFID: Otto reduziert Schwund

Ein System von SBS überwacht Transportwege.

Mit rund 14,3 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2003/ 2004 ist die Otto-Gruppe die größte Versandhandelsgruppe der Welt und belegt im Online-Verkauf den zweiten Platz hinter Amazon. Nun hat der Konzern eine Radio-Frequency-Identification-Lösung (RFID) eingeführt, um den Schwund bei Versandwaren zu reduzieren. Der Implementierung ging ein mehrmonatiger Testlauf voraus, in dessen Rahmen nicht nur die Wirksamkeit sondern auch die Wirtschaftlichkeit der Technik nachgewiesen werden konnte. Allerdings rechnet sich diese nur bei hochwertigen und besonders verlustträchtigen Artikeln wie Kameras, Mobiltelefonen und Schmuck. "Wir können mit RFID deutliche Einsparungen erzielen, müssen den Einsatz aber wegen hoher laufender Kosten strategisch gut planen", begründet Roland Nickerl, Bereichsleiter Logistikplanung der Otto Group, die fokussierte Nutzung. "Bei einem Transponderpreis von unter drei Cent würde es sich lohnen, rund die Hälfte unserer Artikel mit einem Funketikett auszustatten." Derzeit liegen die Preise für RFID-Tags jedoch noch knapp unter 30 Cent. Deshalb hat das Versandhandelsunternehmen bislang erst 80000 von insgesamt 200 Millionen versendeten Artikeln mit Funketiketten ausgestattet.

Chip enthält keine Kundendaten

Beim Kommissionieren werden die ausgesuchten Waren in der Hamburger Otto-Zentrale mit RFID-Tags bestückt. Deren Identifizierung per Lesegerät erfolgt beim Packen und Bereitstellen der Ware im Lager, am Warenausgang der Verladehalle in Hamburg und am Wareneingang bei fünf Hermes-Versanddepots. Der RFID-Chip enthält die Artikel- und Sendungsidentnummer des Pakets aber keine persönlichen Kundendaten. Otto kann so den Transportweg lückenlos überwachen und den Verlust von Versandartikeln genauer lokalisieren.

Siemens Business Services (SBS) hat das System entworfen und übernahm die Projektleitung, die RFID-Hardware und -Transponder liefert Siemens Automation and Drives (A&D). (rg)