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23.11.1984 - 

Mischen bringt manchmal unerwartete Resultate:

RGB und HSI definieren das Farbspektrum

Farbe trägt wesentlich zur Klarheit und Aussagekraft einer Grafik bei. Farbe verbessert die Darstellung und läßt Zusammenhänge schneller verstehen. Bisher verhinderten jedoch hohe Anschaffungskosten der Geräte und der Mangel an wirtschaftlichen Reproduktionstechniken einen intensiven Gebrauch von Farbe.

Einige Geräte zeigen nur eine begrenzte Anzahl von Farben an. Mit anderen Geräten läßt sich zwar eine breite Farbpalette erzeugen aber sie können nur eine begrenzte Anzahl von ihnen gleichzeitig wiedergeben. Die Farbauswahl und die Farbgestaltung bei Grafiken wird also durch die Möglichkeiten der Geräte bestimmt.

Werden farbige Lichtquellen verwendet, um Farben zu mischen, erhält man ganz andere Ergebnisse als beim Mischen von Farbtinten. Werden rote, blaue und grüne Lichtstrahlen genau auf einen Punkt gerichtet, leuchtet der Punkt weiß auf. Werden dagegen rote, blaue und grüne Tinten auf einem weißen Blatt Papier vermischt, so entsteht ein dunkelbrauner, fast schwarzer Klecks. Die Lichtfarben werden additive, die Tintenfarben subtraktive Farben genannt. Die additiven Grundfarben sind Rot, Grün und Blau.

Die subtraktiven Grundfarben sind Gelb, Magentarot und Cyanblau. Durch das Mischen dieser Farben in verschiedenen Intensitäten können mit einem Drucker alle Farben des gesamten Farbspektrums erzeugt werden. Verschiedene Intensitäten erzielt man dadurch, daß die zu bedruckende Fläche gerastert wird und in den Rastern Farbpunkte verschiedener Größen verwendet werden.

Um eine konsistente, tiefschwarze Farbe zu erzeugen, verwenden die Drucker zusätzlich zu den drei Grundfarben noch schwarze Tinte. Alle Farben werden also beim Drucken in die drei subtraktiven Grundfarben plus Schwarz zerlegt. Damit die Farbtrennungstechnik anwendbar ist, wird mit vier Druckplatten gearbeitet. Das Papier läuft durch vier Druckpressen, dabei werden die Farben übereinander geschichtet.

Vektorgeräte zeichnen immer nur eine Farbe. Ebenfalls sind die meisten Terminals mit Speicher-Bildröhre monochrome (einfarbige) Geräte. Stift-Plotter verfügen über eine festgelegte Anzahl von Farben. Sie enthalten mehrere Zeichenstifte, aber es kann jeweils nur ein Stift verwendet werden

Einige COM-Geräte sind an Vektor-Bildschirme angeschlossen, erlauben aber trotzdem das Mischen und die Wahl mehrerer Farben. Die COM-Geräte erstellen dafür drei unterschiedliche Schwarzweiß-Bilder auf einem eingebauten Bildschirm, jeweils ein Bild für jede der drei additiven Grundfarben. Diese Bilder werden dann mit Farbfiltern auf einen Farbfilm übertragen.

Farbmischen mit COM-Geräten bringt manchmal unerwartete Resultate. Man muß vorher daran denken daß rote Buchstaben auf grünem Hintergrund zu Gelb werden (für additive Grundfarben gilt die Regel: Rot + Grün = Gelb). Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, benutzt man am besten für die Buchstaben eine Sekundärfarbe oder Weiß und für den Hintergrund Schwarz oder die Primärfarbe, die mit der Sekundärfarbe korrespondiert.

Die heute üblichen Rastergeräte verwenden für die Beschreibung des Farbschemas die Verfahren RGB und HSI. Mit diesen Verfahren läßt sich das gesamte Farbspektrum definieren. RGB bedeutet Rot - Grün - Blau. Jede Farbe wird aus einer Kombination dieser drei Grundfarben erstellt.

Durch Verändern der Intensitäten der Grundfarben werden helle und dunkle Abstufungen erreicht. Die Intensitätsstufen erstrecken sich von Null bis zur vollen Intensität und bestimmen dadurch, wie dunkel oder leuchtend eine Farbe erscheint oder welche Grauschattierung erreicht wird. Dies heißt auch die Farbskala einer Farbe.

HSI bedeutet Farbton-Sättigung-Intensität (Hue-Saturation-Intensity). Rot, Gelb, Grün, Blau, Magentarot und Cyanblau gibt es in unterschiedlichen Farbtönen, wobei die Farbtöne einer jeden Farbe eine Farbfamilie bilden. Der Anteil an Weiß, der unter die Farbe gemischt wird, bestimmt den Sättigungsgrad der Farbe. Die Intensität charakterisiert starke und schwache Farben.

Rastergeräte, die das RGB- oder das HSI-System verwenden, können theoretisch jede Farbe des Farbspektrums erzeugen. In der Praxis sind die Hersteller von Farbterminals durch die begrenzten Speichermöglichkeiten der Geräte jedoch gezwungen, sich auf eine Untermenge der möglichen Farben zu beschränken. Je mehr Farben ein Gerät darstellen kann, desto mehr Speicher benötigt es und um so teurer wird es.