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15.04.1983 - 

Noch keine einheitliche Technologiepolitik, jedoch:

RGW-Standards für Robotertechnik diskutiert

15.04.1983

MOSKAU (VWD) - Die Entwicklung der Industrieroboter-Technik gilt im Rat für Gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) als eine Hauptlinie der Rationalisierung des Produktionsprozesses. Eine einheitliche Technologiepolitik für Industrieroboter gibt es bisher jedoch nicht. Im wesentlichen beschränkt sich die Zusammenarbeit der RGW-Mitgliedsländer auf bilaterale Kontakte (Austausch von Dokumentationen in den Bereichen Mikroelektronik und Roboterbau, gemeinsame Konstruktionsarbeiten an Industrierobotern und Steuerungsanlagen). Eine Entschließung des RGW-Exekutivkomitees über multilaterale Zusammenarbeit in der Robotertechnik (Januar 1982) hat bisher nur auf dem Gebiet der Standardisierung zu ersten Vereinbarungen geführt.

Die Arbeiten an der Standardisierung kommen jedoch nur zögernd in Gang in einer Generalvereinbarung war die Festlegung technischer Standards und die Ausarbeitung von Modul-Systemen bereits für Ende 1982 vorgesehen. Bis heute gibt es aber keinen einzigen RGW-Standard, der sich unmittelbar auf Industrieroboter bezieht Unter den einzelnen Mitgliedsländern haben bisher nur die DDR und die UdSSR nationale Standards für die industrielle Robotertechnik ausgearbeitet. Das Institut des RGW für Standardisierung rechnet inzwischen erst für 1985 mit RGW-einheitlichen Typen und Parametern im Roboterbau.

Die Ständige Kommission des RGW für Maschinenbau wirkt an der Ausarbeitung von "RGW-Standards für Industrieroboter und Manipulatoren" federführend mit Programmschwerpunkte sind die Standardisierung von Typen, Parametern, technischen Konstruktionen und Erprobungsmethoden von Industrierobotern sowie deren Komponenten und Moduln. Bis Dezember 1984 soll die Ausarbeitung von Standards in den Bereichen "Nomenklatur grundlegender Parameter" und "Betriebstests" von Industrierobotern abgeschlossen sein. Die Festlegung von Standards über "allgemeine Erfordernisse der Betriebssicherheit", "Peripherieausrüstungen" sowie "Typen und Reihen der Tragkraft" von Indsutrierobotern soll bis Ende 1985 erfolgen.

Bei der Ausarbeitung von Standards für Robotertechnik will die RGW-Kommission für Maschinenbau auch auf solche Standards für Erzeugnisse des allgemeinen Maschinenbaus zurückgreifen, die bei der Konstruktion von Industrierobotern genutzt werden können. Zu solchen bereits standardisierten Komponenten gehören hydraulische und pneumatische Antriebe und deren Teile, ferner Getriebe, Elektromotoren elektrotechnische Ausrüstungen und andere. Es bestehen auch schon zahlreiche RGW-Standards für radioelektronische Erzeugnisse, Automatisierungsmittel und numerische Steuerungen.

Weder die Entschließung des RGW-Exekutivkomitees noch die Generalvereinbarung der RGW-Mitgliedsländer geben detaillierte Empfehlungen über internationale Spezialisierung und Kooperation im Roboterbau, enthalten aber die Forderung, Industrieroboter über ihr Hauptanwendungsgebiet, den Maschinenbau, hinaus künftig verstärkt für Einsatzmöglichkeiten im Bergbau, in der Metallurgie, in der Mineralölwirtschaft, bei Erkundigungs- und Gewinnungsbohrungen sowie bei Montage- und Transportarbeiten im Bauwesen zu entwickeln.

Auch Jugoslawien, das zwar nicht RGW-Mitglied ist, aber an einzelnen RGW-Arbeitsgruppen beteiligt ist, will auf dem Gebiet der Mikroprozessortechnik an rund 100 Projekten mit den RGW-Ländern zusammenarbeiten. Gedacht ist dabei vor allem an die gemeinsame Entwicklung von Anlage für die Automatisierung von Produktionsprozessen.