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10.09.1999 - 

Börsenspot

Ricardo.de spürt die Konkurrenz im Nacken

Von Stephan Hornung*

Das Internet-Auktionshaus Ricardo.de konnte im vergangenen Geschäftsjahr (Ende: 30. Juni 1999) einen Umsatz von 6,3 Millionen Mark erzielen. Allein im letzten Quartal fuhren die Hamburger Einnahmen von 4,2 Millionen Mark ein. Damit wurde die Position in Deutschland deutlich ausgebaut. Mit 23 Millionen Seitenaufrufen pro Monat und 180000 registrierten Kunden (eigene Angaben) weist Ricardo.de ein beeindruckendes Wachstum vor.

Die strategischen Kooperationen mit den Fernsehsendern Sat 1 und Pro 7, der Comdirect Bank und Mobilcom sollten auch weiter für stark steigende Umsätze sorgen. Nachdem der Online-Auktionator mit Versteigerungen im Bereich Business-to-Consumer gestartet war, will er nun auch die Segmente Private-to-Private und Business-to-Business erschließen.

Diese Diversifizierung ist zwar durchaus sinnvoll, doch trifft Ri- cardo.de in diesen Märkten auf starke Wettbewerber. Zum Beispiel müssen sich die Norddeutschen bei Privatauktionen mit der von Ebay übernommenen Alando.de auseinandersetzen. Ebay verfügt über das Know-how und die finanziellen Mittel, um mittelfristig in Deutschland Marktführer zu werden. Im Bereich Business-to-Consumer gibt es noch einige Rechtsunsicherheiten (siehe CW 35/99, Seite 53). So ist nicht abschließend geklärt, ob Ricardo.de bei der Versteigerung neuer Produkte gegen Gewerbe- und Versteigerungsordnung verstößt. Entgegen den Empfehlungen vo West LB und M.M. Warburg raten wir derzeit vom Kauf der Aktie ab. Mit 400 Millionen Mark ist die Marktkapitalisierung bereits sehr hoch. Außerdem kommen auf Ricardo hohe Marketing-Ausgaben bei sinkenden Margen zu. (Börsen-News im Internet: www.computerwoche.de).

*Stephan Hornung ist Analyst der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMIW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.