Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.12.1996 - 

Microsofts Vice-President zur Zukunft von Desktop-Programmen

Richard Fade: "Vielleicht reichen Ellison vier Funktionen aus"

CW: Derzeit ist immer häufiger von schlanken Clients und vom direkten Zugriff auf Applikationen im Internet die Rede. Klingen da die hohen Minimalanforderungen für Office 97 nicht geradezu paradox?

FADE: Ich kenne niemanden, der den Standpunkt von Larry Ellison (Chef von Oracle, Anm. d. Red.), der von vier Features in der Textverarbeitung redet, befürwortet. Anwender wollen nicht sehr viel weniger. Vielleicht reichen ja Herrn Ellison, der eine gesamte Armee unter sich vereint hat, die ihm die Arbeit abnehmen, vier Funktionen aus. User, die täglich mit der Erstellung und Manipulation von Dokumenten zu tun haben, brauchen jedoch ein integriertes Set an Tools. Darüber hinaus dürften auch die derzeit recht niedrigen Preise für Harddisks, Prozessoren und Speicher nicht mehr so wichtig sein wie in der Vergangenheit.

CW: Welche Aufgaben wird Microsofts neugegründete Component Division übernehmen?

FADE: Es handelt sich dabei um ein Entwicklungsteam innerhalb der Desktop Applications Division. Dieser Bereich kümmert sich hauptsächlich um Applikationen rund um die Java- und Active-X-Technologie.

CW: Wird Office 97 irgendwann in einzelne Komponenten zerteilt?

FADE: Die Office-Suite 97 ist bereits jetzt größtenteils in Komponenten zerteilt. Bei den Applikationen handelt es sich um einzelne Komponenten, und unsere Kunden können mit Hilfe von Visual Basic for Applications zusätzliche Teile schaffen. Zweifellos werden wir aber unseren Office-Kunden die Bürosuite auch in Zukunft als eine komplette Kollektion anbieten.

CW: Worum geht es bei dem Streit zwischen Microsoft und Oracle?

FADE: Microsoft hat ein Geschäft daraus gemacht, Standards zu setzen und ein Gerüst für Lösungen bereitzustellen - und das für das Gros aller Hard- und Softwarehersteller. Vor allem MS-DOS und Windows waren hier äußerst erfolgreich. Der Wettbewerber Oracle versucht einfach nur, diese Spielregeln zu seinen Gunsten zu ändern.