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12.11.1999 - 

Vorwürfe wegen Monopolmißbrauchs bestätigt

Richter bringt Microsofts Imperium ins Wanken

MÜNCHEN (CW/IDG) - In einem der wichtigsten Antitrust-Verfahren dieses Jahrzehnts ist eine Vorentscheidung gefallen: Microsoft hält ein Monopol im Markt für PC-Betriebssysteme und hat seine Macht zu Lasten von Konkurrenten und Verbrauchern mißbraucht, urteilt der zuständige US-Bezirksrichter Thomas Jackson.

Mit seiner Bewertung des seit dem 19. Oktober 1998 laufenden Verfahrens folgt der Richter im wesentlichen der Argumentation der Klägerparteien. Neben dem US-Justizministerium sind dies 19 amerikanische Bundesstaaten. Die möglichen Sanktionen gegen die Gates-Company reichen von hohen Geldstrafen über die Freigabe des Windows-Quellcodes bis hin zu einer Aufspaltung des Softwarekonzerns.

"Das ist ein großer Sieg für Amerikas Konsumenten", kommentierte Joel Klein, Leiter der Antitrust-Abteilung im US-Justizministerium. "Es zeigt, daß kein Unternehmen (...) über dem Gesetz steht." Microsoft hingegen versuchte, die Bedeutung von Jacksons Darlegungen herunterzuspielen. Es handle sich "nur um den ersten Schritt in einem andauernden juristischen Prozeß; viele weitere Schritte werden folgen", so Firmenchef Bill Gates. "Wir sind zuversichtlich, daß das amerikanische Rechtssystem letztlich unsere Position stützen wird." Die sogenannten Findings of Fact, die Jackson am Freitag, den 5. November, vorlegte, gelten nach US-amerikanischem Recht noch nicht als abschließendes Urteil gegen Microsoft, sondern lediglich als "Tatsachenfeststellung". Sie geben aber eindeutige Hinweise darauf, wie die Entscheidung des Richters letztendlich ausfallen wird.