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31.07.1992 - 

Es fehlt an Downsizing-unterstützender Software

Rightsizin: Ovum-Analysten vermissen Anbieter-Engagement

MÜNCHEN (CW) - Läßt sich der Trend zum Down- oder Rightsizing in Zahlen messen? Mit einem klaren ja beantworten die Marktforscher der britischen Ovum Ltd., London diese Frage. Indikator sei das für Downsizing nötige Softwareangebot. Hier lautet das Ergebnis der Studie: Die Anbieter steigen nur zögernd mit Produkten in den neuen Markt ein.

Die in der Computerwoche Nr. 29 vom 17. Juli auf Seite 41 bereit kurz erwähnte Studie "Rightsizing: Strategies, Tools and Markets" geht von zwei Grundannahmen aus. Erstens sei Rightsizing "die Verteilung von Großrechner-Anwendungen auf kleinere Systeme" - eine Begriffsbestimmung, mit der andere Analysten üblicherweise das Phänomen Downsizing beschreiben. Ein solches Down- oder Rightsizing ist zweitens laut Ovum nur dann sinnvoll durchführbar, wenn Softwareprodukte existieren, die zum einen den Umstieg unterstützen und zum anderen den Einsatz der bisherigen Großrechner-Anwendung in verteilten Umgebungen ermöglichen.

Zu den von Ovum veranschlagten Software-Vorraussetzungen gehören eine verteilte Betriebsystem-Umgebung und Datenbanksysteme, die darin transparent arbeiten können sowie entsprechende Entwicklungswerkzeuge. Hier zeichnet sich nach den Erhebungen der Analysten sowohl für Amerika als auch für die meisten europäischen Länder eine jährliche Verdoppelung des Marktvolumens solcher Schlüsselprodukte ab. Dieses Wachstum entspricht allerdings nicht den weit höher angesetzten Erwartungen der Marktbeobachter.

Anwender reagieren mit Enttäuschung

Konkret wird sich in den USA der Umsatz mit Downsizing unterstützender Software nach den Ovum-Erhebungen von 124 Millionen (1990) und 250 Millionen (19-91) in diesem Jahr auf 493 Millionen Dollar erhöhen. Die Schätzwerte für Europa liegen - bei einer ähnlichen jährlichen Steigerungsrate um die 100 Prozent - mit 673 Millionen Dollar für 1992 sogar noch höher. Der deutsche Markt nimmt dabei mit einem Umsatzanteil von 167 Millionen Dollar unter den Ländern diesseits des Atlantiks eine herausragende Position ein. Im Vereinigten Königreich liegt das Marktvolumen für denselben Zeitraum bei 123 Millionen, gefolgt von Frankreich mit 107 Millionen Dollar.

Diese Steigerungsraten entsprechen nach Ansicht der Ovum-Analysten jedoch nicht den Möglichkeiten in diesem Markt. Das Potential hätten die Hersteller zwar erkannt, doch seien sie zu sehr den herkömmlichen DV- und Markt-Strukturen verhaftet, um rasch auf die veränderte Situation zu reagieren. Auf diese zögerliche Haltung der Anbieter reagieren die Anwender, so Ovum mit Enttäuschung. In Fallbeispielen belegt die Studie, daß Unternehmen wie der Chemiekonzern Ciba Geigy und die Fluggesellschaft United Airlines bis zu 3,5 Millionen Dollar durch die Verlagerung einer einzigen Mainframe-Anwendung auf eine Unix-basierte Client-Server-Umgebung einsparen konnten.

Der Preis der Ovum-Studie liegt bei 725 englischen Pfund.